schweizerbauer.ch
Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
»Online-Suche:
Richtpreis unverändert

BOM-Vorstand beschliesst Marktabräumung

Der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) hat an der Sitzung vom Donnerstag entschieden, aufgrund der hohen Milchproduktion und der hohen Butterlagerbestände 62'000 kg Milch abzuräumen.

Die bereits im Vormonat beschlossene Mengenkürzung von 62'000 Tonnen Milch soll nun in Form einer Abräumung vollzogen werden. Er hat zudem die aktuelle Situation am Milchmarkt analysiert und den Richtpreis für die Periode April bis Juni 2010 unverändert bei 62.0 Rp./kg Milch festgelegt. Zur Abfederung der Erstattungslücke beim "Schoggi-Gesetz" hat sich der Vorstand auf die Schaffung einer Interventionsreserve geeinigt. Mit diesem Fond soll ausschliesslich inländischer Rohstoff verbilligt und der Veredelungsverkehr verhindert werden.

Der im Februar 2010 gefällte und kommunizierte Entscheide des Vorstandes der BOM, die kontraktierte Molkereimilchmenge in der Höhe von 62'000 Tonnen zu reduzieren, hat bisher die erforderliche Wirkung nicht erreicht. Aufgrund der nach wie vor hohen Milcheinlieferungen und insbesondere wegen dem wachsenden Butterlagerbestand hat der Vorstand eine Marktabräumung für diese Menge Molkereimilch beschlossen. Die Abräumung erfolgt in der Periode April bis Juni 2010. Diese Milch wird in Form von Butter, Voll- und Magermilch-pulver in Länder ausserhalb der EU exportiert. Zur Vereinfachung der Umsetzungsentscheide des Vorstandes wurde beschlossen, dass die Geschäftsstelle Einsicht in die Vertragsmengen der Marktpartner erhält.

Der Vorstand hat beschlossen, den Richtpreis für Molkereimilch für das zweite Quartal unverändert bei 62.0 Rp./kg Milch zu belassen (exkl. MwSt., franko Rampe Verarbeiter). Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung auf den in- und ausländischen Märkten, des aktuellen Milchproduktionspotenzials und der Import- und Exportsituation wird eine Veränderung des Richtpreises im aktuellen Zeitpunkt abgelehnt.

Im Rahmen des "Schoggi-Gesetzes" werden inländische Rohstoffe durch den Bund verbilligt. Durch den Fehlbetrag in diesem Jahr in der Höhe von ca. Fr. 55 Mio. droht ein Veredelungsverkehr in grossem Ausmass. Das heisst, dass inländische durch ausländische Rohstoffe ersetzt werden und dadurch ein zusätzlicher Druck auf den Milchpreis resultiert. Der Vorstand hat zur Abfederung dieses Importdruckes eine Interventionsreserve beschlossen. Die Obergrenze der Interventionsreserve wurde auf Fr. 20 Mio. festgelegt. Verwendet wird dieser Fond ausschliesslich für die Verhinderung des Veredelungsverkehrs. Auf eine permanente Stützung von ausgewählten Milchprodukten ausserhalb des "Schoggi-Gesetzes" wird verzichtet. Die Milchproduzenten und die industriellen Milchverarbeiter finanzieren die Interventionsreserve gemeinsam mit 1 Rp./kg Milch. Das Inkasso beginnt auf den 1. Mai 2010.

Die Qualitätskontrolle der Milch wird ab dem 1. Januar 2011 unter der Bezeichnung Milchprüfung und in angepasster Form weiter geführt. Der Bund wird sich weiterhin finanziell beteiligen und die Durchführungsverantwortung sowie die Festlegung der verarbeitungsspezifischen Qualitätsanforderungen wird in die Eigenverantwortung der Milchbranche überführt. Der Vorstand hat entschieden, dass die BOM die Gesamtkoordination gegenüber den Marktpartnern, dem Bund und der Prüfstelle übernehmen soll.


Artikel ausdrucken
Artikel per Mail versenden
Schrift vergrössern
mgt [19.03.2010 13:]
Das Wetter in
Sa
 
So
 
Mo
Mehr Wetter » Mehr Wetter » Mehr Wetter »
9° | 26°
12° | 28°
13° | 25°

»Zur Wetterübersicht

 
 
 
 
 
Google Anzeige