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Holz

Grosssägerei in Graubünden plant Einkäufe schweizweit

Aus Graubünden wird zu wenig Holz für die grösste Sägerei der Schweiz im Bündner Rheintal angeliefert. Nun geht die Mayr-Melnhof Swiss Timber in die Offensive und will Rundholz in der ganzen Schweiz einkaufen.

Holz ist gefragt, die Ware jedoch knapp, weil Waldbesitzer auf  noch bessere Preise spekulieren. Das spürt auch die Mayr-Melnhof  Swiss Timber in Domat/Ems. Weil aus Graubünden zu wenig Holz ins  Werk kommt, streckt das Unternehmen die Fühler schweizweit aus, wie  es am Mittwoch mitteilte. 

In einem ersten Schritt will das Sägewerk Holz aus den Kantonen  Bern, Zürich und St. Gallen beziehen. Das Unternehmen, das zur  Gruppe des grössten privaten Forstbesitzers in Österreich gehört,  will eine transparente Preispolitik verfolgen und längerfristige  Beziehungen mit der Schweizer Forstwirtschaft aufbauen.

Erheblicher Bedarf

«Wir haben einen erheblichen Bedarf, damit wir das Werk in Domat/ Ems auslasten können», sagte Angelika Svoboda, Sprecherin der Mayr- Melnhof Gruppe, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Bei Mayr- Melnhof sei der Preis «nicht so volatil», dafür garantiere das Werk  längerfristige Abnahmen.

Die Ansiedlung des grössten Sägewerks der Schweiz unterstützte  der Kanton Graubünden mit einem Investitionsbeitrag von 7,5 Mio.  Franken, einem Darlehen von 10 Mio. Fr. und Steuererleichterungen.  Ein Problem war, dass nicht ausreichend Holz aus den Bündner Wäldern  geliefert wurde.

Inzwischen haben die Lieferungen zugenommen. Die nötige Menge von  200'000 Kubikmetern Rundholz wurde letztes Jahr fast erreicht, wie  Eugen Arpagaus, Leiter des Bündner Amtes für Wirtschaft und  Tourismus, auf Anfrage erklärte.

Ausgeglichene Gesamtrechnung

Doch nun warten die Bündner Waldeigentümer, vorwiegend Gemeinden,  mit der Nutzung ab, in der Hoffnung auf bessere Erlöse. Der Blick  nur auf den Kubikmeter-Preis sei zu kurzsichtig, kritisiert Arpagaus.

Der Kanton Graubünden hat ein Interesse, dass in Domat/Ems viel  Holz verarbeitet wird. Die Ansiedlung des Sägewerks habe sich  ausbezahlt und die Situation der Bündner Forstwirtschaft «deutlich  verbessert», so Arpagaus. Nach Jahren mit Millionen-Defiziten  schliesse die forstwirtschaftliche Gesamtrechnung ausgeglichen ab.


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sda [05.05.2010 13:18]
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