Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
ePaper Schweizer Bauer

Helfenstein sprach vom «perfekten Heuwetter». Wohl jeder Schweizer Bauer, der Wiesen habe, bringe das Gras ins Trockene. «Die drei Sonnentage kamen genau im richtigen Moment», sagte die Sprecherin des Bauernverbandes. Der völlig verregnete Mai hatte den Fahrplan der Bauern ziemlich durcheinander gebracht.
Die Heuqualität sei jedoch sehr gut, sagte Helfenstein. Weil das Wetter nicht nur regnerisch, sondern auch kalt war, sei das Gras nicht zu stark gewachsen. Neben dem Heuen stehe für die Landwirte noch eine weitere Aufgabe an: «Der Mais muss auch dringend gesät werden.»
Werben um Verständnis
Weil die Bauern wetterbedingt an den Pfingstfeiertagen teilweise bis tief in die Nacht mit ihren Maschinen arbeiteten, warben verschiedene kantonale Bauernverbände um das Verständnis der Bevölkerung.
Viele Dinge müssten halt innerhalb kürzester Zeit erledigt werden, sagte Ferdi Hodel vom Zürcher Bauernverband auf Anfrage. Deshalb könne es passieren, dass die Landwirte nicht immer auf die Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht nehmen könnten.
Tausende zusätzliche Sitzplätze
Während die Bauern auf den Traktoren rackerten, sassen die Ausflügler im Zug und in den Autos in Richtung Süden oder in die Berge. Um den Ansturm zu bewältigen, setzte die SBB unter anderem 14 Extrazüge ins Tessin und ins Wallis ein.
Insgesamt standen zusätzlich rund 28'000 Sitzplätze zur Verfügung, wie Sprecher Roman Marti sagte. Und alles sei reibungslos verlaufen.
Auch auf den Schweizer Strassen herrschte viel Verkehr: Bereits am Freitag stauten sich die Autos rund vier Kilometer vor dem Gotthard, wie Viasuisse mitteilte. Am Samstagmorgen wuchs die Blechlawine vor dem Tunnel auf zwölf Kilometer an, löste sich aber innert weniger Stunden wieder auf.
Viel Geduld brauchten die Autofahrer am Samstag auch zwischen St. Gallen und Zürich: Ein Unfall auf der Autobahn A1 bei Attikon ZH führte zu einem 15 Kilometer langen Stau.
Neue Höchsttemperatur gemessen
Die Rückkehr der sommerlichen Temperaturen wurde auch von den Meteorologen bestätigt: Am Sonntag massen sie im untersten Misox in Graubünden mit 28,7 Grad eine neue Jahreshöchsttemperatur, wie SF Meteo mitteilte.
Schweizweit wurde es über Pfingsten von Tag zu Tag wärmer. Am Montag zeigte das Thermometer auch mancherorts auf der Alpennordseite Temperaturen von über 25 Grad an. In Zürich und Bern war es um 23,5 Grad warm, in Basel wurden 27,2 Grad gemessen. Im Rhonetal und im Südtessin wurden am frühen Nachmittag bereits 26 Grad gemessen.
Für Dienstag erwarteten die Meteorologen weitere Höchsttemperaturen. Wie MeteoNews mitteilte, sollte das Quecksilber am Tag nach Pfingsten in der ganzen Schweiz verbreitet zwischen 27 und 28 Grad anzeigen. Danach allerdings sei wieder fertig mit frühsommerlichem Wetter: Auf das kommende Wochenende prognostiziert SF Meteo Höhenkaltluft; Schnee sei bis unter 1500 Meter möglich.