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ePaper Schweizer Bauer

Insbesondere abgelehnt werden die Kürzungen bei der Verkäsungszulage, den Ausfuhrbeiträgen für landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte und den Absatzförderungsbeiträgen.
Der Anteil der Agrarausgaben an den Bundesausgaben ist seit den Neunzigerjahren laufend reduziert worden. Diese Reduktion erfolgte parallel zur Liberalisierung und Öffnung der Agrarmärkte mit dem entsprechenden Druck auf die Produzentenpreise in einem zunehmend teureren Kostenumfeld. Die daraus entstandene äusserst schwierige wirtschaftliche und finanzielle Lage der Bauernfamilien darf nicht durch weitere Kürzungen bei den Agraraus-gaben des Bundes weiter verschärft werden. Solche Kürzungen wären für die nachhaltig und effizient wirtschaftenden Betriebe auch ein bedenkliches Signal für die Zukunft und alles andere als vertrauensbildend für die agrarpolitischen Projekte des Bundes.
Die Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP lehnt insbesondere die vorgeschlagenen Kürzungsmassnahmen bei der Verkäsungszulage, bei den Ausfuhrbeiträgen für landwirt-schaftliche Verarbeitungsprodukte und bei den Absatzförderungsmitteln ab.
Die Kürzungen bei den Zulagen und den Ausfuhrbeiträgen hätten unmittelbare Milchpreis-senkungen zur Folge. Dabei müsste damit gerechnet werden, dass die Erlöseinbussen wegen der Hebelwirkung dieser Massnahmen für die Milchproduzenten sogar grösser wären als die Mittelkürzung. Eine solche einseitige Sparübung kann von den Milchproduzenten nicht akzeptiert werden.
Längerfristige negative Auswirkungen hätte die Kürzung der Bundesmittel für die Absatz-förderung. Dieser Vorschlag steht denn auch im völligen Widerspruch zur Qualitätsstrategie und Marktoffensive, wie sie vom Bund vorgeschlagen und lanciert wurde.