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Am Montag Morgen verkündigte die BOM nun auch noch offiziell in einer Medienmitteilung, was bereits zuvor durchgesickert war: Der Vorstand der BOM hat aufgrund der sich verbesserten Marktsituation eine Erhöhung des Richtpreises für die Periode Juli bis September 2010 von 62.0 auf 65.0 Rappen pro Kilogramm Molkereimilch beschlossen. «Er ist sich aber auch bewusst, dass eine Preisanhebung für sämtliche verkäste Milch die Wettbewerbsfähigkeit stark belasten würde und sich die Käsehandelsbilanz weiterhin zu Ungunsten der Schweizer Milchwirtschaft verschlechtern würde», heisst es in der Mitteilung weiter. Der Vorstand geht davon aus, dass die Preise für verkäste Milch unverändert bleiben.
Der Richtpreis ist ein Basisgrundpreis und wird quartalsweise festgelegt. Die Preisentwicklung der Milchprodukte der letzten Monate auf den in- und ausländischen Märkten sowie die erwartete Markteinschätzung bilden die eigentlichen Entscheidungsgrundlagen.
Der Erhöhung des Richtpreises wurde trotz der nach wie vor angespannten Mengensituation zugestimmt. Der Vorstand erwartet deshalb, dass die beschlossene Marktabräumung von 3‘000 Tonnen Butter von allen Akteuren zügig umgesetzt wird.
Die für den Butterlagerabbau erforderlichen finanziellen Mittel wurden den betroffenen PO und PMO in Rechnung gestellt. Auf der Silomilch werden insgesamt Franken 11.0 Mio. verursachergerecht belastet und auf der verkästen Milch wird ein Beitrag von total Franken 4.0 Mio. erhoben. Fromarte wird dafür befristet 1.5 Rappen pro kg silofreie verkäste Milch ein-ziehen.