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Neu wird bei den Konservenkirschen ein Verarbeitungsbeitrag von 20 Rappen pro Kilogramm eingeführt. Statt 1.55 Franken pro Kilo erhalten die Produzenten somit noch 1.35 Franken. Die Differenz kann von den Konservenkirschen-Verarbeitern sowohl für den Inland- als auch für den Exportmarkt verwendet werden. Zudem erhält die Industrie mehr Rohstoffausgleich vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW): Dieses erhöht seinen Beitrag für jedes verarbeitete Kilo um sechs auf 52.3 Rp./kg.
Mit der Preisreduktion auf der Produzentenseite und dem erhöhten Beitrag seitens des Bundes hofft der Obstverband, dass er damit die 400 bis 500 Tonnen überschüssiger Konservenkirschen verkaufen kann. Der SOV rechnet mit einer diesjährigen Ernte von 1‘200 Tonnen. Die Industrie hat bis jetzt erst eine Nachfrage von 700 bis 800 Tonnen Konservenkirschen angemeldet. Konnten früher dank Exportbeiträgen überschüssige Mengen ausgeführt werden, fällt diese Möglichkeit weg, weil der Bund solche finanziellen Unterstützungen seit 2010 nicht mehr gewährt.