Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
ePaper Schweizer Bauer

Die Nüsse in den Bündner Nusstorten stammen heute grösstenteils aus den USA, Frankreich und Bulgarien. Trotzdem stammen meist mehr als 80% der Zutaten aus der Schweiz, was der Swissness-Vorlage entspricht. Andererseits ist gerade die namensgebende Zutat in der
Nusstorte nicht aus der Schweiz und schon gar nicht aus Graubünden. Der Verein alpinavera empfindet diese Situation als unbefriedigend und hat mit einer Machbarkeitsstudie geprüft, ob es möglich ist, den Wallnussanbau in Graubünden rentabel zu betreiben.
Im Juni 2009 fiel der Startschuss des Projekts. Basis der
Studie waren eine schriftliche Erhebung bei Bündner Landwirten und bei den Verarbeitern, sprich den Bäckern, sowie Forschungsergebnisse bisheriger Arbeiten und Betriebsbesichtigungen in der Schweiz und in Frankreich.
Rentabler Walnussanbau realistisch
Die Studie hat gezeigt, dass es möglich ist, den Walnussanbau und die Verarbeitung der Walnüsse rentabel zu betreiben. Voraussetzungen sind, dass die Anbaufläche mindestens 20 Hektar beträgt, mindestens 55 Tonnen Nüsse verarbeitet werden können und die
Investitionen mit einem hohen Anteil an Subventionen unterstützt werden. Der Preis für Bündner Nussbruch (geschälte Nüsse) würde bei kostendeckender Verarbeitung bei ca. Fr. 30 liegen. Dies würde den Verkaufspreis einer Nusstorte um ca. 14% erhöhen, was als für den Markt tragbar erachtet wird.
Die Umfrage bei den Landwirten hat ergeben, dass es in Graubünden ca. 15 Betriebe gibt, die an einer Nussanlage interessiert sind. Die
Bewirtschaftung von 20 ha Anbaufläche für diese Anzahl Betriebe ist realistisch. Aus der Umfrage bei den Bäckereien geht hervor, dass sich ca. 80% vorstellen können, bei entsprechendem Angebot Bündner Nüsse für Nusstorten, Birnbrote und Spezialbrote zu
verwenden.