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Schweine

Kooperationen zwischen Schweinehaltern bringen Erfolg

Kooperationen in der Schweinehaltung haben sich im Ausland bewährt. Sie könnten auch hier zukunftsweisend sein. Das erklärte Hansjörg Schrade vom baden-württembergischen Bildungs- und Wissenszentrum Boxberg am Agridea Schweinetag.

Die Zusammenarbeit bietet einerseits Vorteile für den Betrieb  wie den Erhalt und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, die Optimierung der betrieblichen Strukturen,  die Spezialisierung, grössere Partien und eine verbesserte Qualität der Ferkel,   aber auch die Sicherung des Betriebsvermögens. Anderseits spielen auch soziale und familiäre Ziele eine wichtige Rolle: Einkommenssituation, Arbeitserleichterung, Lebensqualität und die Absicherung bei Ausfällen sind wichtige Punkte.

Kooperationen

Hansjörg Schrade präsentierte einige Beispiele von Kooperationen, die von einer kompletten Zusammenlegung zweier Betriebe bis zu Zweiggemeinschaften reichten. Werden zwei Betriebe zusammengelegt, können die bestehenden Standorte weiter genutzt werden. Hätten die beiden Betriebe alleine weitergemacht, wäre jeder gezwungen gewesen, zu bauen.  Beide stellen die grösseren Freiräume für das soziale Leben durch die Kooperation heraus. Dafür nehmen sie in Kauf, dass die persönliche Entscheidungsfreiheit eingeschränkt ist. Betriebliche Entscheidungen treffen sie gemeinsam. Das verlangt eine hohe Kompromissbereitschaft und ehrliche Kommunikation der Partner untereinander.

Vorteile ortet Hansjörg Schrade auch beim Modell der gemeinsamen Ferkelaufzucht. Hier ist vor allem der verbesserte Marktauftritt ein wichtiger Grund. Mit einer einheitlichen Verkaufspartie von 500 Ferkeln lösen die drei zusammenarbeitenden Betriebe drei bis vier Euro mehr pro Ferkel. Dasselbe gilt für die Ferkelerzeugung im arbeitsteiligen System: Auch hier konnten drei Betriebe die Partiengrösse auf 1000 Stück anheben.

Kritisch gegen Freihandel

Rudolf Marti von der Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten VSF warf einen kritischen Blick auf die Entwicklung der Preise, wenn ein Freihandelsabkommen mit der EU zustande kommt. Eine Studie der ETH zeigt: Die Ackerfläche würde unter 200000 Hektaren sinken, selbst wenn die Maschinenkosten um 25% gesenkt würden. «Um auf dem Preisniveau von 2009 zu bleiben, müsste ein zusätzlicher Erlös von Fr. 9.—/dt Futtergetreide realisiert werden können», so Marti. Die Schweineproduktion würde um bis zu 50% sinken. Um sie auf dem Stand von 2009 zu halten, wäre eine Preiserhöhung von 0.50 Rp./kg  Schlachtgewicht nötig.


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Rosmarie Brunner [06.07.2010 15:06]
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