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Milchmarkt

BDM erwartet Paradigmenwechsel am US-Milchmarkt

Bestrebungen zur Angebotssteuerung am Milchmarkt der Vereinigten Staaten hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) begrüßt.
So sieht eine traditionelle Milchfarm im amerikanischen Bundesstaat Illinois aus. Viele von ihnen wurden in den letzten Jahren aufgegeben. / sam

Mit dem ins Repräsentantenhaus eingebrachten Gesetzentwurf zur Milchpreisstabilisierung (DPSA) sieht der BDM sich in seiner Forderung bestätigt, in der Europäischen Union eine marktkonforme flexible Angebotssteuerung einzuführen. „Wir sehen am Beispiel der USA, dass allein mit einzelbetrieblicher Kostenminimierung und Effizienz den massiven Schwankungen des Milchmarktes nicht begegnet werden kann“, betonte der BDM-Vorsitzende Romuald  Schaber  am vergangenen Donnerstag.

Laut den in Amerika von einzelnen Abgeordneten ins Parlament eingebrachten Plänen bestimmt ein Index aus Futtermittel- und Milchpreisen, wieviel Wachstum für die Erzeuger im Milchmarkt möglich sein soll. Die Marktzugangsgebühr für zusätzliche Milch bestimmt sich nach diesem Index. Damit würde ein finanzieller Anreiz geschaffen, die Milchmenge individuell besser an den Marktgegebenheiten anzupassen und zu steuern, meint der BDM.

Die auch in den USA desolate Situation der Milcherzeuger führe dazu, dass dort ebenfalls für alle Beteiligten der Milchbranche Möglichkeiten diskutiert würden, starke Preisschwankungen und ihre Folgen für die Erzeuger zu minimieren. Angesichts des Aussterbens von Familienbetrieben und der Pleitewelle großer Betriebe werde dort dringend nach Lösungen gesucht, um noch größeren Schaden für die Wirtschaft abzuwenden.

Den DPSA-Gesetzentwurf hatte Mitte Mai der Abgeordnete Jim  C osta  von den Demokraten in Kalifornien ins Washingtoner Repräsentantenhaus eingebracht. Laut Costas Plänen wäre für die Ausweitung der Produktion eine Abgabe fällig. Diese würde aber nicht an den Staat, sondern an alle Erzeuger gehen, die die Produktion auf dem bestehenden Niveau halten. Mit seiner Gesetzesinitiative wird Costa von weiteren Demokraten unterstützt, die vor allem aus Neuengland, aber auch aus dem Bundesstaat Washington an der Westküste kommen.


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