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ePaper Schweizer Bauer

Obwohl es die BOM seit über einem Jahr gebe, habe sie es bisher verpasst, die Überproduktion von Milch einzudämmen, hielt die Bauerngewerkschaft Uniterre in einem Communiqué fest. Dieser Überschuss habe zu einem «dramatischen Preiszerfall» geführt. Auf Transparenten forderten die Milchbauern einen Preis von einem Franken pro Liter Milch.
In ganz Europa protestierten am Montag Milchbauern gegen tiefe Milchpreise und das Überangebot am Markt. Die europäischen Milchproduzenten stünden am Rande des Abgrundes, hielt die Bäuerliche Interessengruppe Marktkampf (BIG-M) aus der Schweiz zum Aktionstag fest.
BIG-M und Uniterre fordern deshalb von der BO Milch «griffige Massnahmen», mit denen das Milchangebot gesenkt wird. Es brauche ein Regulierungssystem, mit dem Angebot und Nachfrage aneinander angepasst werden.
Seit der Milchmarkt 2008 freigegeben wurde, sank der Milchpreis für die Produzenten deutlich. Gleichzeitig stieg aber die Produktionsmenge auch klar an. Dagegen protestierten die beiden Organisationen bereits mehrmals.
Mitte Juni hatte die BOM den Richtpreis für Molkereimilch um 3 auf 65 Rappen pro Kilogramm erhöht. Die Umsetzung dieser Richtpreiserhöhung steht aber noch immer aus, zumal schon bisher die meisten Milchproduzenten nicht annähernd den Richtpreis ausbezahlt erhielten.
Zuvor hatte die Organisation beschlossen, 3000 Tonnen Butter über Exportverbilligung vom Markt «abzuräumen». Dafür mussten die Produzenten einen Beitrag leisten.
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