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2010 wurden gemäss Mitteilung des BVET vom Donnerstag 71 Prozent der über drei Monate alten Rinder und Schafe gegen Blauzungenkrankheit geimpft. 2009 hatte diese Rate bei 89, 2008 bei 77 Prozent gelegen. Die tiefere Rate ist darauf zurückzuführen, dass Tierhalter seit Januar ihre Tiere per Gesuch von der Impfpflicht abmelden können.
Landesweit hatten 2010 14 Prozent der Tierhalter ein Gesuch um Impf-Dispens eingereicht - mit grossen kantonalen Unterschieden von 0 Prozent in Genf bis zu über 30 Prozent in St. Gallen.
Gemäss BVET-Berechnungen wurde jedoch ein ausreichender Schutz gegen die Blauzungenkrankheit erreicht, da der so genannte Infektionsdruck dank der Impfkampagnen der Vorjahre deutlich geringer ist.
2010 konnte bisher keine einzige Ansteckung mit der Blauzungenkrankheit in der Schweiz nachgewiesen werden. Auch in den Nachbarländern wurden dieses Jahr dank den Impfkampagnen noch keine Fälle gemeldet.
Die Zahl der Meldungen über vermutete Nebenwirkungen der Impfung ging stark zurück. Bis Ende Juni gingen 2010 rund 130 Meldungen ein. 2009 waren es im gleichen Zeitraum über 900.
Die Blauzungenkrankheit ist im Oktober 2007 erstmals in der Schweiz aufgetreten. Sie befällt vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. 2008, 2009 und 2010 wurde die Nutztierpopulation mit einer Impfkampagne geschützt. Die Schweiz ist mit insgesamt 76 Fällen nur wenig betroffen.