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Hitzewelle

Schweizer Gemüse leidet unter der Hitze

Die derzeitige Hitzewelle setzt dem Schweizer Gemüse zu. Besonders schlimm für die Pflanzen sind die heissen Nächte. Im Seeland herrscht seit bald einem Monat Hitze und Trockenheit.

Dank dem hohen Grundwasserspiegel ist für die Seeländer Bauern genügend Wasser vorhanden und die Trockenheit somit kein Problem, wie Hans-Peter Kocher vom Inforama Seeland gegenüber dem LID sagt. Ein Problem stellt aber die grosse Hitze dar. Insbesondere, dass es in den Nächten kaum abkühlt, ist für viele Gemüsearten problematisch. Die Pflanzen können sich dadurch nicht erholen und beginnen teilweise zu blühen. Besonders davon betroffen seien im Seeland Broccoli, Fenchel und Lauch, sagt Kocher weiter. Dies führt zu Ernteausfällen. Auch Landwirte, welche für den Herbst Spinat aussäen wollen, sind von der Hitze betroffen, weil beim aktuellen Klima die Samen nicht keimen können.

Auch in der Ostschweiz setzt die Hitze dem Gemüse zu. "Mit den Temperaturen über 32 Grad entwickeln sich die Pflanzen rückwärts, am schlimmsten sind die Tropennächte" sagt Peter Konrad, Leiter der Fachstelle für Gemüse- und Beerenbau am LBBZ Arenenberg. Besonders problematisch sei dieses Jahr der schnelle Wechsel von feuchtem und kaltem Wetter zu Hitze und Trockenheit gewesen, so Konrad weiter.

Neben dem Gemüse sind auch Beeren von der Hitze betroffen. Viele Himbeeren sind verkümmert, die Qualität der geernteten Beeren ist hingegen trotz Hitze gut. Pflanzenkulturen in Gewächs- und Folienhäusern werden teilweise mit Hagelschutznetzen abgedeckt, um die Hitze in den Häusern zu vermindern. Aber auch die Arbeiter auf den Betrieben litten unter den Temperaturen, betont Konrad. So sei einerseits für die Bewässerung viel Arbeit nötig, andererseits verursache diese auch laufende Kosten. "Dank der Investitionen in die Bewässerung und der hervorragenden Arbeit und dem Einsatz der Bauern kann der Markt mit Gemüse und Beeren dennoch genügend versorgt werden" so Peter Konrad.


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lid [16.07.2010 14:16]
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