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Agrarchemie

Syngenta wegen Preisdrucks mit Gewinnrückgang

Der weltgrösste Pflanzenschutzmittel- und Saatgut- Hersteller Syngenta leidet unter Preisdruck in Industrieländern, vor allem in Nordamerika. Der Reingewinn schrumpfte im ersten Halbjahr 2010 um 11 Prozent auf 1,254 Mrd. Dollar.

Analysten hatten im Durchschnitt mit 1,38 Mrd. Dollar gerechnet.  Vor Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen ging das  Nettoergebnis um 9 Prozent auf 1,307 Mrd. Dollar zurück, wie der  Basler Konzern am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz weitete sich zwar um 1 Prozent auf 6,74 Mrd. Dollar  aus. Syngenta profitierte allerdings von der im Juni verzeichneten  Dollar-Kursschwäche. Zu konstanten Wechselkursen berechnet, nahmen  die Verkäufe um 3 Prozent ab.

Wachstum in Schwellenländern

Während die Pflanzenschutzsparte auf knapp 5 Mrd. Dollar  stagnierte, legte das Saatgut-Geschäft um 5 Prozent auf 1,76 Mrd.  Fr. zu.

Wachsen konnte Syngenta erneut in Schwellenländern, wo der  Konzernumsatz zu konstanten Wechselkursen um 15 Prozent in die Höhe  kletterte. In Nordamerika (-12 Prozent) und Europa (-1 Prozent)  schrumpfte der Umsatz hingegen.

Konzernchef Mike Mack erklärte, der Start im ersten Quartal sei  zögerlich verlaufen, nachdem die Saison 2009 von geringem  Schädlingsbefall und niedrigen Kreditvergaben an Landwirte geprägt  gewesen sei. Inzwischen habe die Nachfrage deutlich zugenommen.

Die hohen Lagerbestände in den Vertriebskanälen seien reduziert  worden, was zu einem wettbewerbsintensiven Preisumfeld in den  Industrieländern beigetragen habe, vor allem in Nordamerika. So  wurden die Preiserhöhungen, die Syngenta bei Pflanzenschutzmitteln  im ersten Halbjahr 2009 vorgenommen hatte, teilweise rückgängig  gemacht.

Gewinnprognose gesenkt

Für das zweite Halbjahr erwartet Syngenta zwar eine anhaltend  positive Dynamik bei den Absatzmengen. Wie bereits angekündigt,  dürften aber gestiegene Netto-Finanzierungskosten und ein höherer  Steuersatz den Gewinn belasten. Und das operative Ergebnis werde auf  Vorjahresniveau verharren. Im April hatte Syngenta noch eine Zunahme  in Aussicht gestellt.

Die tiefere Gewinnprognose lastete am Donnerstag auf dem  Aktienkurs des Konzerns. Um 11.30 Uhr notierten Syngenta 5,5 Prozent  schwächer auf 228.70 Franken. Sie waren damit grösster Verlierer im  SMI.


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sda [22.07.2010 09:00]
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