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Dank Kostensenkungen und eines steigenden Absatzes hat der italienische Fiat-Konzern seinen Gewinn verdoppelt. Im zweiten Quartal 2010 verdiente Fiat 651 (Vorjahresperiode: 310) Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Der Umsatz stieg um 12,5 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro.
In der Land- und Baumaschinensparte Case New Holland CNH, zu der auch die Agrartechnikmarken Case IH, Steyr und New Holland gehören, zogen die Erlöse wieder an. Noch bleiben die Nutzfahrzeugverkäufe von Iveco aber weit unter dem Niveau von 2007/2008. CNH erwies sich mit einer Marge von fast acht Prozent als einer der Profitabilitätstreiber innerhalb des Fiat-Konzerns.
Ausgliederung abgesegnet
Der italienische Autokonzern Fiat trennt sich endgültig von seinem Industriegeschäft und spaltet die Bau- und Landmaschinentochter CNH und die Lkw-Tochter Iveco ab. Der Vorstand des Turiner Traditionsunternehmens hat am Mittwoch einen entsprechenden Vorschlag abgesegnet. Zum Jahresbeginn 2011 sollen Iveco, CNH und die Motorensparte Fiat Powertrain in eine neue Gesellschaft mit dem Namen "Fiat Industrial S.p.A." ausgegliedert und später an die Börse gebracht werden. Die Aktionäre sollen voraussichtlich am 16. September darüber abstimmen, teilte Fiat mit.
In der Krise gelitten
Damit spaltet der Vorstandsvorsitzende Sergio Marchionne jene Sparte ab, die im zweiten Quartal besonders stark zugelegt hat und fast die Hälfte des Gewinns ausmachte. Die Tochter CNH hat mit ihren Traktoren, Baggern und Mörtelmischern den operativen Gewinn im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt auf 263 Mio. Euro.
Iveco hat den operativen Gewinn mit seinen Lastern fast verdreifacht auf 50 Mio. Euro. Die beiden Sparten hatten im Zuge der Wirtschaftskrise am meisten gelitten. Denn wenn Baustellen stillstehen und die Verbraucher nicht konsumieren, werden auch keine neuen Fahrzeuge gekauft.
Die Finanzierung für die geplante Abspaltung von CNH und Iveco steht. Insgesamt acht Banken sollen dem Unternehmen Kredite von vier Mrd. Euro zur Verfügung stellen.