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Warenhandel

WTO erwartet 10-Prozent-Wachstum des Welthandels

Die Welthandels- organisation (WTO) hat ihre Prognosen für den Welthandel erhöht. Dieser werde im laufenden Jahr um 10 Prozent oder stärker wachsen, sagte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy am Freitag bei der Präsentation des Jahresberichts in Schanghai.

Im März hatte die WTO noch ein Wachstum von 9,5 Prozent  vorausgesagt. Im letzten Jahr war der Welthandel um 12 Prozent  eingebrochen.

Das Handelswachstum kehre vor allem dank China und anderen  dynamischen Ländern so schnell und deutlich zurück, sagte Lamy. Die  neueste Schätzung von 10 Prozent könne sogar übertroffen werden,  falls sich im laufenden Jahr keine bösen Überraschungen ergäben.

In ihrem Bericht fordert die WTO unter anderem, dass die Staaten  ihre Zusammenarbeit beim weltweiten Rohstoffhandel ausbauen, um  «künftige Spannungen» zu verhindern.

Im 2008 wies der globale Rohstoffhandel ein Volumen von 3700 Mrd.  Dollar auf. Dies entspricht einem Anteil von 24 Prozent des  weltweiten Warenhandels und ist sechsmal mehr als noch 1998.

Russland war 2008 weltweit der grösste Exporteur von natürlichen  Ressourcen. Das Land fuhr für 341 Mrd. Dollar insgedamt 9 Prozent  des weltweiten Gesamtumfangs aus, wie aus dem Bericht weiter  hervorgeht.

An zweiter Stelle steht Saudiarabien mit einem Anteil von 7,6  Prozent (282 Mrd. Dollar), gefolgt von Kanada (177 Mrd. Dollar, 4,8  Prozent), den USA (142,5 Mrd. Dollar, 3,8 Prozent) und Norwegen (130  Mrd. Dollar, 3,5 Prozent).

Die USA sind die Import-Könige. Sie führen mit einem Volumen von  583 Mrd. Dollar (15,2 Prozent) am meisten natürliche Rohstoffe ein.  Auf Rang zwei ist Japan (9,1 Prozent), den dritten Platz besetzt  China (8,6 Prozent).

Weil manche Rohstoffe endlich sind, erschwerten die  rohstoffreichen Staaten den Export häufig über Steuern und  Mengenbeschränkungen, kritisiert die WTO. Diese Abgaben machen  gemäss WTO 11 Prozent des Rohstoffhandels aus, während der Handel  mit anderen Waren nur mit 5 Prozent Steuern belastet werde. Zur  Lösung dieses Problems drängte Lamy erneut auf einen raschen  Abschluss der festgefahrenen Doha-Runde.


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sda [23.07.2010 15:14]
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