Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
ePaper Schweizer Bauer

Dies würde zunächst bedeuten, dass die Vorschriften unmittelbar in der ganzen EU gültig wären. Der Vorschlag sieht für Traktoren, Anhänger und gezogene Maschinen schärfere Sicherheitsbestimmungen vor.
Unter anderem sollen schnelle Zugmaschinen der Klasse T5 und ihre Anhänger, die für Geschwindigkeiten von mehr als 40 km/h ausgelegt sind, verpflichtend über ABS verfügen. Insgesamt sollen das Abbremsvermögen der Schlepper erhöht und die Kompatibilität zwischen Zugmaschine und Anhängern verbessert werden. Das 70 Seiten starke Papier wird jetzt dem EU-Ministerrat sowie dem Europäischen Parlament zur Annahme vorgelegt.
Der zuständige EU-Industriekommissar Antonio Tajani wertet den Plan als Beispiel dafür, wie man die Sicherheit landwirtschaftlicher Fahrzeuge verbessern und gleichzeitig das EU-Recht verschlanken könne. Die Industrie müsse bislang mit 50 verschiedenen Richtlinien und zahlreichen nationalen Vorschriften arbeiten, was unnötig kostspielig und mühsam sei, erklärte Tajani am vergangenen Freitag in Brüssel. Der Vorschlag werde Verwaltungskosten senken und einer Zersplitterung des Binnenmarkts infolge unterschiedlicher Produktnormen vorbeugen.
Vereinfachungen verspricht sich die Kommission beispielsweise im Typgenehmigungsrecht: Hier sollen 24 Basisrichtlinien und rund 25 dazugehörige Änderungsrichtlinien durch eine einzige EU-Verordnung ersetzt werden. Zu der Grundverordnung sollen drei weitere sogenannte delegierte Rechtsakte mit technischen Einzelheiten und Prüfverfahren sowie ein Durchführungsrechtsakt für administrative Aspekte hinzukommen.