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Wolf

Erstmals wurde ein Rind Opfer einer Wolfsattacke

Auf der Alpe du Sex bei Aminona, welches in der Nähe von Crans-Montana liegt, wurde letzte Woche ein Rind von einem Wolf getötet. Ob es nur ein Wolf war oder sogar ein zweites Tier daran beteiligt war, wird im Moment abgeklärt.

In der Schweiz wurde erstmals ein Riss eines Wolfes an einem Rind festgestellt. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2010 wurde ein ungefähr zehn Monate altes Rind auf der Alpage du Sex angefallen und zur Hälfte vertilgt, wie der "Walliser Bote" in der Dienstagsausgabe mitteilt. Der Pächter der drei Alpen Sex, Bevron und Plan, Armin Andermatten, belastet den Tod des Rindes: "Das zweihundert Kilogramm schwere Tier wurde von hinten angefressen, der vordere Teil weist keinerlei Verletzungen auf."

Zweiter Angriff drei Tage später

Nur drei Tage später wurde erneut ein Tier von Andermatten attackiert. "Das Tier konnte fliehen und überlebte. An den Hinterbeinen und an den Hinterbeinen sind Risswunden zu sehen. Das Vorderbein weist ein tiefes Loch auf", teilt Andenmatten weiter mit. Ob das Tier überlebe, sei ungewiss. Der Alp-Pächter belässt Rinder, Kühe, Geissen und Schweine von 36 Bauern weiterhin auf der Alp, Herdenschutzmassnahme bestehen keine. "Der Einsatz von Schutzhunden bringt nichts, da sie auf Schafe getrimmt sind. Die Angst um unsere Tiere nimmt zu", sagt der besorgte Alp-Pächter weiter.

Mehrere Wölfe unterwegs?

Ob mehrere Wölfe im Gebiet Crans-Montana umherstreunen, ist noch nicht geklärt. "Für diese Analyse benötigen wir viel Genmaterial. Bevor nicht eindeutige Resultate vorliegen, ist alles reine Spekulation", lässt Peter Scheibler, Chef der kantonalen Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere, verlauten. Dass es sich um zwei Wölfe handeln könnte, wird durch ein Beobachtung eines Jägers genährt. Er hatte einen grossen und kleinen Wolf gesichtet.

Bildet sich ein Rudel?

Die Beobachtung des Jägers lässt Freiraum offen für Spekulationen. Beim grösseren Tier könnte es sich um ein Männchen handeln, beim Kleineren um ein Weibchen. Jagdchef Peter Scheibler bleibt skeptisch: "Solange keine aussagekräftigen Informationen der Genanalyse vorliegen haben, bleibt alles Spekulation. Es könnte sich auch um zwei Männchen handeln, welche eingewandert sind. Nur weinige Kilometer von der Schweizer Grenze bildeten sich in Italien und Frankreich Wolfsrudel. Wenn es sich aber um ein Weibchen und Männchen handeln sollte, steigt die Chance auf Rudelbildung."


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Reto Blunier [27.07.2010 15:30]
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