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Das teilte die UN-Behörde am vergangenen Donnerstag in Rom mit. Allerdings sei der Welt-Weizenmarkt trotz Problemen in einigen wichtigen Exportländern weit ausgeglichener als während der Nahrungsmittelpreisexplosion 2007/08.
Trockenheit in Russland
Die Furcht vor einer neuen Krise sei bislang unberechtigt, auch wenn sich die internationalen Weizenpreise seit Juni um mehr als 50 % erhöht hätten. Die FAO wies in diesem Zusammenhang auf die anhaltende Trockenheit in Russland sowie erwartete Produktionsrückgänge sowohl in Kasachstan und der Ukraine als auch in Kanada hin. Der Aufruhr an den internationalen Märkten sei ein Beleg für die immer stärkere Abhängigkeit von der Schwarzmeerregion als Hauptlieferant für Weizen - dabei gelte das Gebiet seit langem als anfällig für hohe Ertragsschwankungen.
Puffer noch ausreichend
Die FAO will die Situation weiter beobachten, sieht derzeit aber keinen Grund zur Beunruhigung. Die jetzt erfolgte Anpassung der Schätzung lege zwar eine angespanntere Versorgungslage nahe und mache damit höhere Weizenpreise als in der vergangenen Saison wahrscheinlich. Nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit Rekordernten seien die Welt-Getreidevorräte aber gut gefüllt. Hinzu komme, dass die Bestände der traditionellen Weizenexportländer als wichtigster Puffer gegen unerwartete Ereignisse ausreichend hoch seien. Externe Faktoren wie das volkswirtschaftliche Umfeld und Entwicklungen in anderen Nahrungsmittelmärkten gäben ebenfalls keinen Anlass zur Besorgnis. Trotzdem will sich die FAO nicht zurücklehnen: Sollte die Dürre in Russland anhalten, sei dort die Aussaat von Wintergetreide gefährdet. Das wiederum könne ernsthafte Konsequenzen für das Getreideangebot während der Saison 2011/12 nach sich ziehen.