Schnecken erhalten Pflanzenvielfalt, Heuertrag bleibt gleich
Schnecken, die natürlichen Feinde aller Gärtner, sind für schwache Pflanzenarten äusserst nützlich. Gemeinsam mit Insekten fördern sie die grüne Vielfalt.
«Auf die Biomasse, also die Menge der Pflanzen, wirkt sich ihr Vorhandensein jedoch nicht aus», sagte Auge. Der Ertrag an Heu, der auf den beobachteten Feldern geerntet wird, sei gleichgeblieben.
Weinbergschnecken - geschützt und gezüchtet
Das ist das Ergebnis einer Studie deutscher Forscher, die im Fachmagazin «Ecology» publiziert worden ist.
Vielfalt nimmt bei Vergiftung der Schnecken ab
Die Wissenschaftler beobachteten fünf Jahre lang Bergwiesen in Deutschland. Während sie auf einigen Test-Wiesen wirbellose Tiere mit Gift vernichteten, liessen sie andere unbehandelt. «Auf den mit Gift behandelten Wiesen ging die Artenvielfalt zurück», sagte Harald Auge vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle und Leipzig.
Fressen auch sehr starke Pflanzen
Das liege daran, dass Schnecken und Insekten auch sehr starke Pflanzen fressen. «Sie schwächen diese Arten und verhindern so, dass besonders starke Pflanzen ihre schwächeren Konkurrenten verdrängen», erklärte Auge. In der Natur seien also die sonst als Schädlinge bekannten Tiere Freunde von schwachen Gräsern oder Kräutern.
Biomasse bleibt gleich
«Auf die Biomasse, also die Menge der Pflanzen, wirkt sich ihr Vorhandensein jedoch nicht aus», sagte Auge. Der Ertrag an Heu, der auf den beobachteten Feldern geerntet wird, sei gleichgeblieben.