Eierskandal in den USA weitet sich aus, Schweiz fast salmonellenfrei
Nachdem in der letzten Woche 550 Millionen Eier von zwei Produzenten zurückgerufen wurden, weitet sich die Salmonellen-Epidemie weiter aus. Laut US-Medienbeichten vom Montag sind bereits 2000 Krankheitsfälle registriert. Zudem sind neu 17 Bundesstaaten betroffen. Gallosuisse betont, dass in der Schweiz unter 1 Prozent der Hühnerbestände von Salmonellen betroffen seien.
Salmonellen-Kultur in einer Petrischale
Wie sda berichtet, stammen die Eier von Hersteller Wright Country Egg (380 Millionen Stück) sowie Hillandale Farms (170 Millionen Stück). Die Eier der Farmen aus dem Bundesstaat Iowa wurden durch kranke Hühner verseucht. Eine der beiden Farmen sei in den vergangenen Jahren vor allem wegen unmenschlicher Arbeitszustände und Tierquälerei aufgefallen, berichten US-Medien.
Salmonellen-Infekte nahmen massiv zu
Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA wurde auf die Epidemie aufmerksam, weil sich die Anzahl Salmonellen-Infekte vervierfachte. So werden 200 statt der üblichen 50 Fälle pro Woche gemeldet. Salmonellen lösen beim Menschen Durchfallkrankheiten aus und sind besonders für Kinder und ältere Menschen gefährlich.
Schweizer Bestände fast salmonellenfrei
Gallosuisse, die Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten, betont in einer Mitteilung, dass dank der Schweizer Tierseuchenverordnung jeder Betrieb vier Mal pro Jahr auf Salmonellenbefall getestet wird. Bei einem Befall würde der Bestand sofort eliminiert, heisst es weiter.
Dank der Bekämpfung auf allen Stufen (Elterntiere, Kücken, Legehennen) ist der Befall auf unter ein Prozent gefallen. In der EU liege dieser Prozentsatz bei 33 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Aus diesem Grund sei der Verzehr von Schweizer Eier unbedenklich, hält der Verband fest.