Richtpreis neu "franko Verabeitungsbetrieb"
Der inländische Mostobstmarkt wird weiter liberalisiert. Nachdem sich der Bund Ende 2009 von der Exportunterstützung zurückgezogen hat, ändert ab der Ernte 2010 auch die Definition der vom SOV publizierten Richtpreise, schreibt swissfruit in einem Mediencommuniqué.

Diese gelten erstmals nicht mehr „franko Produzent“, sondern „franko Verarbeitungsbetrieb, welcher Konzentrat herstellt respektive seine Annahmestelle“. Die Richtpreise bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert (Ausnahme: Bio-Mostbirnen).
Fracht- und Margenbeiträge abgeschafft
Ende 2009 hat sich der Bund vollständig von der Unterstützung allfälliger Kernobstkonzen-
tratexporte zurückgezogen. Im Rahmen dieser einschneidenden Veränderungen hat das Produktzentrum (PZ) Mostobst des Schweiz. Obstverbandes (SOV) entschieden, die Beiträge an die Frachten und Margen abzuschaffen. Die Frachten-/Margenbeiträge haben bisher eine Übernahme von Mostobst an sämtlichen Übernahmestellen der ganzen Schweiz zum offiziellen Produzentenrichtpreis ermöglicht. Das PZ setzt sich paritätisch Produzenten und gewerblichen Obstverarbeitern zusammen.
Trotz mittlerer Ernte kein Engpass erwartet
Das PZ Mostobst erwartet mit 89 650 Tonnen Mostäpfeln eine mittlere und mit 13 065 Tonnen Mostbirnen eine kleine Ernte. Damit wäre die Nachfrage der Mostereien zwar nur knapp gedeckt.
Dank den noch vorhandenen Konzentratreserven aus der grossen Vorjahresernte ist aber kein Engpass zu erwarten (siehe SOV-Obststatistik Mostobst).
Kategorie Suisse Garantie konventionell Bio
Spezialmostäpfel 33.-- 31.-- 39.--gewöhnliche Mostäpfel 28.-- 26.-- 33.--
Mostbirnen 23.-- 21.-- 28.--
übriges Mostobst 18.-- 18.-- 18.--