Die schönste Brache gedeiht im Berner Mittelland
Wer kennt sie nicht, die in voller Blütenpracht stehenden Bunt- und Rotationbrachen. Sie fördert die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Die schönste Brache der Schweiz wurde nun ausgezeichnet.
Familie Wälti aus dem bernischen Uettligen gewinnt den Buntbrachenpreis 2010. / zvg
Wiesen und Felder sind die Heimat der Hälfe aller Tier- und Pflanzenarten der Schweiz, wie die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) in einem Pressecommuniqué mitteilte.
Um den Pflanzen und Tiere bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen, werden auf Ackerflächen Wildblumenmischungen angesäet. Diese Bunt- und Rotationsbrachen reduzieten sich in den vergangenen Jahren.
Barbara und Andreas Wälti gewinnen Titel
Um den Anbau und das Wissen von Brachen zu forcieren, hat die nationale Arbeitsgruppe Öko-Ausgleich im Ackerbau (AGÖAA) und die Forschungsanstalt ART einen Wettbewerb der schönsten Brache der Schweiz lanciert. Das Bundesamt für Umwelt hat den Wettbewerb finanziell unterstützt.
Als Hauptsieger wurde die Familie Wälti aus Uettligen bei Bern gekürt.
Der Gewinner wurde mittels eines Punkesystem bestimmt. Punkte zu gewinnen gab es durch das Vorhandensein von bestimmten Pflanzenarten und deren Ausgewogenheit. Ebenfalls in die Wertung floss die Strukturvielfalt (Lücken, verschiedene Bestandeshöhen).
Für das Vorhandensein von Problemunkräuter (Blacke, Ackerkratzdistel, Quecke, Winden, Ackerfuchsschwanz) und invasiven Arten wie Sommerflieder, Kanadischer Goldrute oder japanischer Staudenknöteriche gab es Abzug.
Weitere Gewinner
Kategorie „junge Buntbrachen“
1. Preis: Hugues Maurer, Combazin, 2525 Le Landeron (NE)
2. Preis: Paul Jungo, Engelmoos 1, 1734 Tentlingen (FR)
Kategorie „mittelalte Buntbrachen“
1. Preis: Pierre-Alain Tissot, rue du café des chasseurs 3, 1304 Allens (VD)
2. Preis: Guido Degiacomi, Tadi, 7402 Bonaduz (GR)
2. Preis: Gilbert Bigler, route de la Riaz, 1582 Donatyre (VD)
Kategorie „alte Buntbrachen“
1. Preis: Ueli Weber, Iltishauserstrasse 3, 8356 Ettenhausen (TG)
2. Preis: Cédric Baudat, 1321 Arnex-sur-Orbe (VD)
Kategorie „Rotationsbrachen“
1. Preis: Christian Wuillemin, 1587 Montmagny (VD)
2. Preis: Michel Richardet, ferme de Chalabruz, 1510 Moudon (VD)