Forschungsanstalt WSL feiert 125-Jahr-Jubiläum
Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) wird 125 Jahre alt. Eine offizielle Feier am Freitag und ein Tag der offenen Tür am Samstag bilden den Auftakt zu einem wahren Fest- und Informationsreigen.
Die Anfänge der WSL-Forschung. / zvg
Zu dem Festakt am Freitag waren rund 80 Gäste aus Bildung, Politik und Wirtschaft geladen, wie die WSL mitteilte. Am Besuchstag am Samstag in Birmensdorf (ZH) geben 25 Stände der interessierten Bevölkerung Einblick in Projekte und Forschungsthemen. Es geht zum Beispiel um die Nachahmung von Steinschlägen oder das Leben in totem Holz.
Aktivitäten im ganzen Land
Danach folgt ein mehrmonatiges Fest- und Informationsprogramm mit insgesamt 33 Anlässen im ganzen Land. Am Walensee stellen Forscher der WSL beispielsweise eine Waldwildnis vor, in Lugano die städtische Biodiversität, auf der Alp Flix GR Moose und Flechten und in Grindelwald die Arbeit von Lawinenwarnungs-Beobachtern.
Die WSL wurde im Jahr 1885 als «Centralanstalt für das forstliche Versuchswesen» gegründet. Zu dieser Zeit seien viele Wälder stark übernutzt gewesen, heisst es im Communiqué. Forstschutz, Waldbewirtschaftung und Hydrologie seien in der ersten Zeit im Zentrum der Forschungsanstalt gestanden.
Dann mit Lawinenforschung
Später erweiterte sich das Spektrum: 1936 wurde das erste Schneelabor des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) auf dem Weissfluhjoch oberhalb von Davos gebaut. Und heute hat die WSL fünf Standorte in allen Sprachregionen. Sie ist Teil des ETH- Bereichs und forscht an über 6000 Versuchsflächen und Stichprobenpunkten.