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Ein Gastgeber bleibt immer freundlich

Im Agrotourismus erfolgreich zu sein, heisst für Margrit und Peter Bütler aus Abtwil AG seit 25 Jahren: Weiterbildung, Erfahrungsaustausch innerhalb des Vereins Feba und Zusammenarbeit mit der Buchungszentrale Reka.

Ferien auf dem Bauernhof Feba: Auch nach 25 Jahren kann man immer noch besser werden

«Wir melken schon noch», lacht Peter Bütler, «aber nur eine Kuh.» Diese Kuh ist das Überbleibsel aus der Milchwirtschaft. «Die Kuh gibt uns die Milch für den Privatgebrauch und den Gästen die Möglichkeit, zu melken. Es hat sich ja schon lange abgezeichnet, dass wir mit einem Milchkontingent von 120 000 kg auf keinen grünen Zweig kommen würden.» Das Ehepaar Margrit und Peter Bütler investiert seit der Umstrukturierung vor vier Jahren vermehrt in das Angebot «Ferien auf dem Bauernhof». Der Landwirtschaftsbetrieb steht heute auf drei Beinen: Mastkühe und Rinderaufzucht, Agrotourismus und «ich habe noch einen 60-Prozent-Job als Allrounder», ergänzt Peter Bütler.

Ferien auf dem Bauernhof

«Wir haben nicht gleich mit der grossen Kelle angerührt.» Das Ehepaar bietet seit 25 Jahren Ferien auf dem Bauernhof an und gehört zu den Pionieren des Vereins «Ferien auf dem Bauernhof». Der Anfang war bescheiden und diente eigentlich mehr der Auslastung des grossen Hauses. «Unsere Kinder liebten es, mit immer anderen Spielkameraden auf dem Hof herumzutollen», erinnert sich die Mutter von zwei Buben und zwei Mädchen. Auch sie hätte den Kontakt zur «Aussenwelt» geschätzt. Die Auslastung war gut und wurde im Gegensatz zu dem, was sich im Milchmarkt abzuzeichnen begann, immer besser. «Um jedoch noch grösser und auf die Dauer erfolgreich in das Tourismusgeschäft einzusteigen, brauchte es auch für unser Angebot neue Anreize», war sich das Ehepaar einig. So ist in den letzten Jahren ein Stöckli gebaut worden. «Nicht für die Gäste, sondern für die erwachsenen Kinder», lacht Margrit Bütler. Sie hätten sich mit dem Heranwachsen der Jungmannschaft etwas überlegen müssen. Der Wohnraum wurde eng, und das Gästebild veränderte sich. «Es sind heute neben Familien oft Paare ohne oder mit älteren Kindern oder Frauen mit Kleinkindern, die sich zusammentun und Zweitferien buchen.»

Wo liegen die Stärken?

Ohne professionelle Vermarktung geht nichts – das wissen Bütlers aus jahrelanger Erfahrung als Ferienanbieter. «Ein ganz grosser Pluspunkt ist bei uns sicher die zentrale Lage». Die Rigi, der Pilatus, alles liegt in greifbarer Nähe. Zürich, Bern und Luzern sind gut erreichbar. «Das genügt aber bei weitem noch nicht, Gäste zu akquirieren», lacht der Landwirt. Er kam auf die Idee, zu den Boxen, wo seine zwei Haflinger untergebracht sind, noch weitere Boxen anzubieten. Nicht für Pensionspferde. «Nein, Feriengäste können mit ihren Pferden bei uns Ferien machen.» Oder, was viel öfters eintreffe, «Rösseler sind unterwegs, suchen bei uns ein oder zwei Tage eine Unterkunft für sich und das Pferd.» Natürlich hat sich auch das Bettenangebot verändert: Die Ferienwohnung ist ausgebaut, modernisiert, verfügt über einwandfreie hygienische Anlagen und eine komfortable Küche. Zusätzlich können noch zwei Zimmer einzeln vermietet werden. «Rösseler, Velofahrer und andere ‹Reisende› wünschten sich eher ein Läger im Matratzenlager». Bütlers mögen solche «Durchlaufgäste». «Sie sind bescheiden und verstehen es wunderbar, sich bei einem Feuer und einem gegrillten Stück Fleisch zu unterhalten und sich zu amüsieren.»
Für Familien oder eben Frauen mit kleineren Kindern steht ein grosser Spielplatz zur Verfügung und Streicheltiere.

Der gute Gastgeber

Freundlich müsse man halt sein, schmunzelt Margrit Bütler, und natürlich offen. «Es ist doch klar, dass man nicht alle Menschen auf Anhieb gleich sympatisch findet», aber jeder Mensch, der bei uns bucht, hat das Anrecht auf Freundlichkeit. So sei sie bei Ferienantritt immer zugegen, «selbstverständlich in ansprechendem Outfit». Sind die

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veronika herren-wenger [01.06.05]