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G8-Gipfel

G8 fordern Erfolg von Doha-Runde

Die sieben führenden Industriestaaten und Russland (G8) wollen die Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels zum Erfolg führen und Subventionen im Agrarhandel reduzieren.
Regenwaldfrüchte auf dem Markt von Mundemba am Mount Cameroon (Republik Kamerun).

In einem vorläufigen, noch nicht endgültig abgestimmten Dokument verpflichten sich die G8-Staaten, ihre Märkte zu öffnen und so Handelshemmnisse zu beseitigen.

Endziel der «reichen» Staaten ist, alle Exporthilfen abzuschaffen, heisst es in dem der Deutschen Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Entwurf, den die G8-Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel im schottischen Gleneagles noch absegnen müssen.

Doha-Runde soll erfolgreich abgeschlossen werden

In dem Papier rufen die G8-Staaten USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Japan, Grossbritannien und Russland alle Länder der Welthandelsorganisation (WTO) auf, verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, um die so genannte Entwicklungs- oder auch Doha-Runde bis Ende 2006 erfolgreich abzuschliessen.

«Die Ministerkonferenz im Dezember 2005 in Hongkong wird ein wichtiger Meilenstein für dieses Ziel sein», heisst es in dem vorläufigen Dokument. Ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen wäre einer der wichtigsten Schritte für mehr Wirtschaftswachstum und weltweit höhere Lebensstandards.

Knackpunkt "Agrarsubventionen"

Die bisherigen Forschritte der 2001 begonnenen Doha-Runde sind eher bescheiden. Knackpunkt sind vor allem die Agrar-Subventionen der «reichen» Länder. Die ärmeren Staaten sehen dadurch ihre heimischen Produzenten behindert. Weitere Handelshemmnisse sind hohe Zölle in den Industriestaaten auf Produkte aus Entwicklungsländern.

Entwicklungsländer am Welthandel beteiligen

In dem vorläufigen Dokument verpflichten sich die G8, die Entwicklungsländer besser am Welthandel zu beteiligen. Den ärmsten und am wenigsten entwickelten Staaten wird angesichts besonderer Probleme eine «angemessene» Flexibilität» bei den weiteren Doha-Verhandlungen eingeräumt.

Zollfreier Marktzugang für die ärmsten Länder

«Wir müssen uns auf die Kernprobleme konzentrieren, um neue Marktchancen zu schaffen», heisst es weiter. Neben dem Abbau der Agrarhilfen wollen die G8 ihre Märkte stärker öffnen auch für nichtlandwirtschaftliche Produkte. Die G8 bekräftigen zugleich, Produkten aus den ärmsten Ländern zollfreien Marktzugang zu gewähren.


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[07.07.05 12:03]
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