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Der grossflächige Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen schade massiv der ökologischen Landwirtschaft, sagte Anne-Virginie Schmidt, Bäuerin und Bioberaterin aus Québec (Kanada), am 17. Oktober 2005 an einer Medienkonferenz der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Zürich.
Früher oder später komme es zu einer Verunreinigung durch gentechnisch veränderte Organismen. So würden Pollen nicht nur von Wind und Insekten über weite Strecken verbreitet, sondern auch durch Wildtiere und Regenwasser sowie Maschinen und Menschen.
Bio-Betrieben droht Schliessung
Verseuchtes Saatgut und verunreinigte Ernten schmälern den wirtschaftlichen Erfolg von Bauern und Imkern. «Immer mehr Bio- Betriebe in Kanada verlieren ihre besten Absatzmärkte in Europa und Asien», erklärte der Imker Anicet Desrochers. Für viele Bauern bedeute dies die Schliessung ihres Betriebs.
Ökologisch bearbeitete Felder bräuchten riesige Distanzen zu den Kulturen von Gentech-Pflanzen. Eine Koexistenz sei jedoch selbst in einem grossen Land wie Kanada nicht möglich, sagte Desrochers. Die kleine Schweiz warnte er davor, «solche Fehler zu machen».
Plädoyer für Gentechfrei-Initiative
Die Erfahrungsberichte aus Kanada wertet Greenpeace als Plädoyer für ein Ja zur Gentechfrei-Initiative, die am 27. November zur Abstimmung kommt. Angesichts dieser Erfahrungen sei auch die Koexistenz-Verordnung, die derzeit in Vernehmlassung ist, untauglich, sagte Bruno Heinzer von der Genschutz-Kampagne Greenpeace.
Es gehe nicht nur um die Existenz der Bauern, sagte Heinzer, sondern um die langfristige Erhaltung unserer Lebensgrundlage. Deshalb ist Greenpeace gegen den Anbau von Gentech-Pflanzen.