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EU-Zuckermarkt

Fischer Boel plädiert für Zuckermarktreform

Die Landwirtschaftsminister der EU sollen kommende Woche eine Reduktion der Zuckerpreise beschliessen. Die zuständige EU-Kommissarin plädierte am 18. November für eine «mutige und verantwortungsvolle» Reform.

Die Bauernverbände demonstrierten bereits in Brüssel vor dem Gebäude des Ministerrats. Doch es gebe keine Alternative zu einer weitreichenden Reform, erklärte EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel in einer Mitteilung.

Die derzeitige Zuckermarktordnung läuft kommenden Juli aus, ein Entscheid des Zuckerpanels der Welthandelsorganisation WTO verpflichtet die Europäische Union ebenfalls zum Handeln. Während die Wende der EU-Landwirtschaftspolitik bereits vor Jahren begonnen hatte, blieb der Zuckermarkt bis anhin ausgeklammert.

Gemäss den bisherigen Vorschlägen soll der Preis für Zuckerrüben und Zucker rund 40 Prozent gesenkt werden. Die Bauern sollen eine Ausgleichszahlung für 60 Prozent der Preissenkung erhalten. Die Präsidentschaft will nach zahlreichen Gesprächen mit den Mitgliedstaaten auf das Treffen hin einen Kompromissvorschlag vorlegen.

1:1 EU-CH-Zuckerpreis

Auch in der Schweiz werden die Verhandlungen aufmerksam verfolgt. Denn als Folge der Bilateralen entspricht der Zuckerpreis für die Verarbeitungsindustrie in etwa dem in der EU, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) im Bericht zur Agrarpolitik 2011 schreibt.

Im Sommer hatte BLW-Direktor Manfred Bötsch angekündigt, der Bund wolle den Zuckerrübenbauern unter die Arme greifen, wenn die Preise in der Schweiz fallen sollten. Gemäss dem agrarpolitischen Bericht sind jedoch für die Kompensationen «im laufenden Zahlungsrahmen keine Mittel eingestellt».


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sda [18.11.05 15:35]