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Plattform Agrotourismus nutzt Synergien

Die vom SBV initiierte «Nationale Plattform Agrotourismus» will schweizweit Synergien der verschiedenen Anbieter-Organisationen nutzen und dem Agrotourismus einen stärkeren Auftritt verschaffen.

Was will der Gast? Wie werden wir den Ansprüchen des Gastes gerecht? Wie erreichen wir ihn am besten? Das sind Fragen, mit welchen sich alle Anbieter von touristischen Angeboten konfrontiert sehen. So auch auf dem Bauernhof. Die Nationale Plattform Agrotourismus will die Bemühungen der im Bereich Agrotourismus tätigen Organisationen bündeln und deren Anliegen unterstützen. Die Plattform soll Sprachrohr für den Agrotourismus werden. Gemeinsame Anliegen oder Mitteilungen sollen über diese Plattform veröffentlicht werden können. Neben dem starken Auftritt gegen aussen ist auch Qualität und Professionalität ein wichtiges gemeinsames Anliegen aller Anbieterorganisationen. Marketing gegen aussen und innen ist also gefragt.

Erste Erfolge

Der Flyer «Willkommen auf dem Bauernhof» ist das erste Ergebnis der Zusammenarbeit in der Plattform. Er wird zum Beispiel an Messen abgegeben und enthält Kurzinformationen und Links zu den verschiedenen Organisationen. Ein gemeinsamer Messeauftritt konnte im Rahmen des «Erlebnis Bauernhof» an der Olma 2005 realisiert werden. Ein weiterer Auftritt ist an der «Grünen Woche» geplant, welche im Januar 2006 in Berlin stattfinden wird.

Auch im Kurswesen wird eine Zusammenarbeit angestrebt. Erstmals werden die Kurse aller Anbieterorganisationen gesammelt und allen Teilnehmern der Plattform zugänglich gemacht. Koordiniert wird das gemeinsame Kurswesen durch Agroimpuls in Brugg AG. «Auf längere Sicht können so zum Beispiel Kurse, welche organisations-übergreifend gleich gestaltet werden können, besser genutzt werden. Die Kursinformation legt Potenzial zum Nutzen von Synergien frei und deckt Doppelspurigkeiten und Bedürfnisse auf», erklärt Pia Lenz, Leiterin Fachstelle Ländliche Hauswirtschaft und Familie des LBL Arenenberg TG.

Im Bereich Internet wird an einem gemeinsamen Auftritt gearbeitet, und offizielle Strassenwegweiser für alle Anbieter von agrotouristischen Angeboten sind ebenfalls in Arbeit.

Das meinen Teilnehmer

«Ein gemeinsames ‹Agrotourismus-Dach› ist ein wichtiges Ziel», äussert sich Rita Barth, Präsidentin vom Verein «Ferien auf dem Bauernhof». Auch über die Definition von Agrotourismus wird öfters diskutiert. Mit «tourisme-rural.ch» aus der Westschweiz ist eine Organisation in der Plattform vertreten, welche alle ländlichen Angebote zusammenfasst, auch solche, welche nicht auf einem aktiven Bauernhof angesiedelt sind. «Es ist klar eine Herausforderung, mit den verschieden strukturierten Organisationen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen», bestätigt Esther Bravin von Agroimpuls. «Über die eigene Organisation hinauszusehen, sich für einen gemeinsamen starken Auftritt einzusetzen, ist wichtig, aber nicht immer einfach», sagt auch Susanne Ming vom Verein «Schlaf im Stroh». «Ich bin froh, dass das wirtschaftliche Potenzial von Agrotourismus für die Landwirtschaft vom Schweizerischen Bauernverband erkannt wird. Die Zusammenarbeit in der Plattform ist ein sehr guter Start in die Zukunft.»l

Mehr Infos bei: Agroimpuls, Brugg, Tel. 056 462 54 56, esther.bravin@agroimpuls.ch, www.agroimpuls.ch.

Teilnehmer der Plattform
Die Plattform setzt sich aus den massgeblichen und interessierten Personen und Vereinigungen im Bereich Agrotourismus zusammen. Bis jetzt sind Personen aus folgenden Bereichen ständige Mitglieder und Teilnehmer an den regelmässigen Sitzungen: Anbietervereinigungen: Verein «Ferien auf dem Bauernhof», Verein «Schlaf im Stroh», www.landwirtschaft.ch, www.tourisme-rural.ch , «Rund um Bern». Verbände: Schweizerischer Bauernverband (Agroimpuls), AGORA, SRVA, AGIR. Schulungs- und Beratungszentren: LBL, SRVA. Die Teilnehmer treffen sich regelmässig 4 Mal pro Jahr, zu einem vorher gewählten Schwerpunktthema, mit dem Ziel, das weitere Vorgehen, zum Beispiel in Arbeitsgruppen, abzuleiten.


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Pamela Fehrenbach [26.11.05]