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Gentechfrei-Initiative

"Gentechfrei hilft Schweizer Bauern"

Schweizer Bauern profitieren laut dem Luzerner SVP- Nationalrat Josef Kunz vorläufig von einer gentechfreien Schweiz.

Anlässlich des Kampagnenstart von Swissaid gegen Gentech in der Landwirtschaft setzt sich Kunz für das Gentech-Moratorium ein.

Dieses sei eine Chance für die Schweizer Bauern. «Ich bin überzeugt, dass wir im Export nur mit Spezialitäten eine Chance haben und dies könnten gentechfreie Produkte sein», sagte Kunz gemäss Redetext am 9. Februar an der Swissaid-Medienkonferenz in Bern.

Schweizer Bauern produzierten in einem «hohen Kostenumfeld». Damit könnten sie nie zu gleichen Preisen Nahrungsmittel anbieten wie die ausländische Konkurrenz, vor allem aus der EU. Deshalb müsse sich die Schweiz durch «sorgfältige Produktion im Bezug auf Tierschutz und Ökologie vom Ausland abheben».

Noch seien die Risiken der Gentechnik nicht geklärt; es bestehe die Gefahr der Übertragung bei den Feldern in der kleinräumig strukturierten Landwirtschaft der Schweiz.

Swissaid unterstützt Gentechfrei-Initiative

Ein fünfjähriges Moratorium, wie es die Initiative verlange, gebe den Bauern die Chance, «ihre Produkte in den geöffneten Märkten gentechfrei zu positionieren», sagte Kunz weiter. Er wendet sich damit gegen die Haltung der Wissenschaftskommission (WBK) des Ständerates und des Bundesrats, die das Gentech-Moratorium in der Schweizer Landwirtschaft ablehnen.

Das Schweizer Entwicklungshilfewerk Swissaid hat an der Jahresmedienkonferenz ihr Projekt "Gentech stillt den Hunger nicht" vorgestellt. Swissaid verurteilt den Druck, der auf die Enttwicklungsländer ausgeübt wird, damit sie gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der Landwirtschaft einführen.

Neben Josef Kunz referierten auch der Landwirtschaftsminister Mundia Sikatana aus Sambia, Caroline Morel, Geschäftsleieterin Swissaid und Germán Vélez, Kolumbien, Leiter einer Partnerorganisation von Swissaid. sda/bp

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[09.02.05]