Homepage
Wetter
Markt & Preise
Politik & Wirtschaft
Tiere
Pflanzen
Landtechnik
Vermischtes
Hintergrund
Galerien
Marktplatz/Inserate
Service
Aboservice
Markt & Medien AGRAR
ePaper Schweizer Bauer
|
|

»Gentechnologie: Segen oder Fluch - oder beides? |
Wie die deutsche Menschenrechtsorganisation Attac am 11. Januar mitteilte, lancieren die 30 Organisationen aus dem Umwelt-, Entwicklungs- und Agrarbereich eine Unterschrifts- und Informationskampagne gegen die "Terminator-Technologie".
Mit diesem gentechnischen Verfahren wollen Saatgutkonzerne Pflanzen unfruchtbar machen und damit verhindern, dass Landwirte einen Teil ihrer Ernte aufbewahren und im folgenden Jahr als Saatgut verwenden. Bisher wird die Anwendung dieser Technik durch ein Moratorium der Biodiversitätskonvention verhindert, doch dieses ist in Gefahr.
Freie Saat statt tote Ernte - Kopierschutz für Saatgut
Die Kampagne unter dem Motto "Terminator-Technologie ächten - Freie Saat statt tote Ernte" will den "Kopierschutz" für Saatgut verhindern. Experten fürchten, dass durch das Verfahren die Ernährungssicherheit vor allem für Bauern im Süden gefährdet wäre. 1,4 Milliarden Menschen seine von einer eigenen Saatgutgherstellung abhängig.
Ausserdem befürchten sie, dass die genetische Sterilität über Pollenflug auf Nachbarfelder oder in Wildpflanzen übertragen werden könnte. Dies würde zu Einbussen bei Nutzpflanzen führen und Wildpflanzen gefährden.
Terminator-Stopp verhängt - aber in Gefahr
Über die Terminator-Technologie sei seit 2000 ein de-Facto-Moratorium verhängt. Dieses Moratorium steht von Seiten Neuseelands, Kanadas und Australiens unter Druck und soll an der Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention im März gekippt zu werden.
Gemeinsam fordern die Organisationen von der Deutschen Regierung, das Verbot der Terminator-Technologie im deutschen Gentechnik-Gesetz zu verankern. Zudem soll sich die Regierung dem Vorstoss, das internationale Moratorium zu beenden, entgegenstellen und sich stattdessen für eine Stärkung des weltweiten Verbots einsetzen.
Moratoriums-Befürworter sollen unterzeichnen
Um dies zu erreichen, will die Kampagne möglichst viele Unterschriften unter ihr Positionspapier sammeln, das unter www.freie-saat.de unterzeichnet werden kann.