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AP 2011

Pressestimmen zur AP 2011

Für die NZZ ist die AP 2011 nicht "ein ambitiöser, grosser Wurf geworden" und warnt den Bauernverband, die Sympathien der Steuerzahler nicht zu verspielen.

  • NZZ: «Richtige Richtung»
    Die vorgestellte Strategie des Bundesrates zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik sei zwar «nicht gerade der grosse, ambitiöse Wurf geworden, aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung», kommentiert die «Neue Zürcher Zeitung» am 3. Februar.

    Sie wertet es positiv, dass der Zahlungsrahmen nicht einfach linear fortgeschrieben werde. Die Landwirtschaft werde weiterhin eine bevorzugte Stellung einnehmen und könne nach wie vor von der Zahlungsbereitschaft der Steuerzahler profitieren.

    Wenig verständlich sei daher das «Säbelrasseln» des Bauernverbands, man werde sich mit allen Mitteln gegen die (laut NZZ: «wahrlich moderate») Kürzung wehren.

    «Solche Ankündigungen zeugen nicht nur von einer Gleichgültgigkeit gegenüber dem angespannten Bundeshaushalt angesichts eigener Interessen, sie zeigen auch, dass sich die Ansprüche der Bauernfunktionäre an den Staat aller Beschwörung bäuerlichen Unternehmertums zum Trotz offensichtlich nicht geändert haben». Die NZZ rät dem Bauernverband, «die Sympathie der Steuerzahler nicht zu verspielen».

  • Berner Zeitung BZ: «Gute Antwort»
    «Natürlich, die Klagen der Bauern sind nachvollziehbar», schreibt der Kommentator der BZ. Doch alles Klagen helfe nichts, denn das Bundesgeld werde knapp und knapper, die Herausforderung namens WTO gross und grösser.

    Der Bundesrat habe mit der Agrarpolitik 2011 eine gute Antwort auf die Ängste der Bauern geliefert, attestiert die BZ und verweist im weiteren darauf, dass der Bundesrat seiner Linie treu geblieben sei. Er wolle die Chancen der Bauern auf dem freien Markt erhöhen, indem er sie zu einer ökologischen und tiergerechten Produktion «zwinge».

  • NLZ: Das kleinere Übel gewählt»
    Wirtschaftsminister Deiss habe sich mit der «sanfteren Strategie» durchgesetzt, urteilt der Kommentator der «Neuen Luzerner Zeitung». Die Bauern müssten zwar weitere finanzielle Abstriche hinnehmen, doch der geldmässige Kahlschlag bleibe ihnen erspart. Die Bauern dürften froh sein, noch so viel vom knapper bemessenen Kuchen zu bekommen.

    Die Zukunft der Landwirtschaft sei aber nicht nur eine Geldfrage, sondern hänge davon ab, wie und womit sich die Schweizer Bauern auf den liberalisierten Agrarmärkten behaupten können. «Das hat sehr viel mit Qualität und mit Unverwechselbarkeit zu tun», schreibt der Kommentator der NLZ.

    Alle seien gefordert: «die Bauern mit unternehmerischem Wagemut, die Politik mit der Förderung solcher Strategien und wir Konsumenten mit der Bereitschaft, solche Produkte im wahrsten Sinne zu honorieren». rg
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    [03.02.05]