US-Forscher haben Kühen ein Gen eingesetzt, das die Tiere scheinbar vor Euterentzündungen schützt, die durch das Bakterium Staphylococcus aureus ausgelöst werden.
Mit Hilfe des Gens produzieren die Rinder das antibiotisch wirkende Eiweiss Lysostaphin, das sie vor derartigen Infektionen bewahrt.
Die Forscher spritzten den Erreger Staphylococcus aureus in die Euter von drei gentechnisch veränderten (GV-) und zehn gewöhnlichen Kühen. Anzeichen einer Infektion fanden sich bei keiner der GV- aber bei allen gewöhnlichen Tieren.
Der Erreger Staphylococcus aureus ist nach Angaben der Forscher für 30% aller schweren Euterentzündungen verantwortlich. In der Milch der gentechnisch veränderten Kühe konnten sich die Erreger im Laborversuch nicht vermehren.
Allein in den USA verursache die Euterentzündung (Mastitis) einen Schaden von jährlich mehr als USD 2 Mrd. (Sfr. 2,3 Mrd.).
Auswirkungen auf den Menschen müssen erforscht werden
Nun müssten noch Studien zur Auswirkung Lysostaphin-haltiger Milch auf den Menschen starten, schreibt das Team. aiz