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Zehntausende Hühner seien bereits verendet. Allein am Donnerstag hätten sich 20'000 Tiere infiziert. Der Vogelgrippeverdacht in dem Bundesstaat sei jedoch vom zuständigen Veterinärinstitut noch nicht bestätigt.
Am 8. Februar 2006 war auf einer Farm im benachbarten Bundesstaat Kaduna erstmals das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1 festgestellt worden. Damit hat der Erreger den afrikanischen Kontinent erreicht.
Stallpflicht in Niederlande
Lukas Jenni von der Vogelwarte Sempach schätzte gegenüber der «Tagesschau» die Chance, dass die Vogelgrippe aus Afrika in die Schweiz importiert wird, als «relativ gering» ein. In der Schweiz träten im Frühjahr nur wenige tausend der Enten aus Afrika auf, sagte Jenni. Ausserdem sei weiterhin unklar, ob das Virus überhaupt durch Zugvögel verbreitet werde.
Die Niederlande hingegen ordnete am 9. Februar 2006 für Anfang März eine Stallpflicht für das Geflügel an. Dies teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums am Donnerstag mit. Zuvor hatte bereits Deutschland ähnliche Massnahmen angekündigt.
Erneut Chinesin erkrankt
In China erkrante derweil erneut ein Mensch an der Vogelgrippe. Bei einer 26-jährigen Bäuerin in Zhangpu in der Küstenprovinz Fujian sei das gefährliche Virus H5N1 festgestellt worden, berichtete das Gesundheitsministerium in Peking.
Nach Angaben amtlicher Medien vom Donnerstag war in ihrer Gegend allerdings kein Ausbruch der Geflügelseuche bekannt geworden. Der gesundheitliche Zustand der Patientin sei stabil. Es ist der elfte Mensch, der sich nach offiziellen Angaben in China infiziert hat. Sieben Menschen sind gestorben.
H5 in Griechenland
Das griechische Landwirtschaftsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass bei drei verendeten Schwänen Viren vom Typ H5 entdeckt worden seien. Ob es sich um den auch für Menschen gefährlichen Erreger H5N1 handelt, soll nun das EU-Speziallabor in Grossbritannien klären.
Die drei Schwäne waren den Angaben zufolge bei Stavros und Neoi Epivates nahe der Hafenstadt Thessaloniki und weiter südlich an der Küste von Katerini in Nordgriechenland gefunden worden, berichtete das Ministerium weiter. In den Regionen seien bereits vorbeugende Massnahmen getroffen worden.
Aserbaidschan meldet Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N1
Das Vogelgrippe-Virus H5N1 hat Aserbaidschan am Kaspischen Meer erreicht. Bei mehreren toten Zugvögeln sei der auch für Menschen gefährliche Erreger entdeckt worden, teilte das Umweltministerium am 10. Februar 2006 in Baku mit.