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Gentechnologie

EU-Regionen gegen Gentech-Farming

Unter dem Eindruck der zunehmenden Gentechnikskepsis kehren immer mehr Regionen in der EU dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen den Rücken.

Die österreichische Steiermark, die italienischen Lazio, Südtirol, Sardinien, Emilia-Romagna und die französischen Regionen Ile de France, Poitou-Charentes und die Bretagne schlossen sich der Allianz gegen Gentechnik an, die im November 2003 in Brüssel unter der Federführung Oberösterreichs und der Toskana gegründet worden war.

Damit gehören inzwischen zwanzig Regionen aus sieben EU-Mitgliedstaaten dem Club (Spanien, Griechenland, Grossbritannien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien) an.

Koexistenz wird abgelehnt

Die Gründer des Netzwerks verpflichteten sich, Projekte zur Förderung der traditionellen und biologischen Landwirtschaft zu unterstützen, Initiativen gegen die genetische Verseuchung der Landwirtschaftsbetriebe zu ergreifen und die Ausarbeitung von Sicherheitsprotokollen zum Schutz der Landwirtschaft zu fördern.

Es gebe beim GVO-Einsatz mehr offene Fragen und Probleme als wissenschaftlich gesicherte Antworten. Deshalb wolle man eine Vorsichtsstrategie verfolgen. Ausserdem gehe es darum, den Ruf der hohen Qualität von landwirtschaftlichen Produkten aus den betreffenden Ländern zu erhalten.

Die Koexistenz - ein Nebeneinander von Landwirtschaft mit Gentechnik, von konventionellen und Bio-Bauern mit genügend grossen Schutzräumen - wird abgelehnt.

Gentechnik-freie Gebiete sind Mehrwert

"Es ist uns bewusst, dass das Problem der Koexistenz zwischen GVO und traditioneller Landwirtschaft für die Zukunft der europäischen Agrargebieten entscheidend sein wird. Es muss aber klar sein, dass es noch große Ungewissheit bei Umweltgefahren herrscht, die mit GVO zusammenhängen", meinte der Landwirtschaftsminister der Toskana, Tito Barbini.

"Man muss das Recht der traditionellen und biologischen Bauern anerkennen, dass ihre Produktion nicht von GVO verseucht wird. Solange die Wissenschaft keine solide Garantien gibt, ist eine Koexistenz mit Gentechnik unmöglich. Es ist wichtig, dass die EU die Gentechnik-freien Gebiete anerkennt", so Barbini. age/bmgf.at

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[14.02.05]