Bis zum Ablauf der Meldefrist am 31. Dezember sind bei der WTO in Genf vier Kandidaturen für den Posten des WTO-Generaldirektors eingegangen. Die Ernennung des Nachfolgers von Supachai Panitchpakdi wird am 31. Mai stattfinden.
Die Entwicklungsländer haben dabei ihre Kräfte verzettelt. Sie stellen drei Kandidaten, was nach Ansicht von Diplomaten das Wahlprozedere erschweren wird.
Die 79 Länder der Zone Afrika-Karibik-Pazifik (AKP) haben am 24. Dezember ihre Unterstützung für den früheren Aussenminister aus Mauritius, Jayen Cuttaree, zugesichert.
Brasilien portiert seinerseits den eigenen Botschafter bei der WTO, Luiz-Felipe de Seixas Correa. Und Uruguay schlägt den früheren Botschafter und ehemaligen Präsidenten des WTO-Generalrats Carlos Perez del Castillo vor.
Für die Industrienationen steigt der frühere EU-Handelskommissar Pascal Lamy ins Rennen. Der Franzose beginnt bereits am 10. Januar mit seiner Wahlkampagne. Er wird dazu Handelsminister verschiedener Länder zu Gesprächen treffen.
Der WTO-Generaldirektor wird von den 148 WTO-Mitgliedsländern im Konsensverfahren ausgewählt. Im Jahr 1999 gelang es erst nach mehreren Wochen, die blockierten Gespräche zu entkrampfen und einen Kompromiss zu finden: Für ein Mandat von 3 Jahren übernahm der Neuseeländer Mike Moore das Ruder. Die restlichen 3 Jahre übernahm dann der Thailänder Supachai Panitchpakdi. sda