Nachweistest für bt10-Gentechmais liegt vor
Ab dem 25. April ist es möglich, Maisimporte aus den USA verlässlich auf den nicht zugelassenen Bt-10-Mais von Syngenta zu testen. Die EU verlangt die Tests seit Mitte April.
Eine vom EU-Forschungszentrum validierte Testmethode für Bt-10 liege nun vor, sagte der zuständige Sprecher der EU-Kommission in Brüssel.
Maisgluten und Treber
Gentechnisch veränderte Maisgluten-Futtermittel sowie Treber, der gentechnisch veränderten Mais enthält, müssen nun vor dem Verlassen der USA getestet werden. Diese beiden Tierfutterprodukte dürfen ohne Zertifikat nicht mehr in die EU eingeführt werden. Das beschloss die EU vergangene Woche.
Gemäss Aussagen von Syngenta wird der Konzern die Kosten für die Tests übernehmen. Es handelt sich dabei für das Unternehmen nicht um signifikante Kosten, wie Mike Mack, operativer Chef (COO) von Syngenta, nach Bekanntwerden der EU-Massnahmen sagte. Genauere Angaben könne er nicht machen, erklärte der Syngenta-Sprecher am Montag auf Anfrage.
Auch Kontrolltests möglich
Die Testmethode steht auch weiteren Fachleuten zur Verfügung. Wenn die zuständigen staatlichen Behörden irgendwelche Bedenken hätten, könnten auch sie mit dem Test Kontrollen durchführen, erklärte der EU-Kommissionssprecher.
Syngenta hatte am 22. März mitgeteilt, das Unternehmen habe zwischen 2001 und 2004 in den USA «in sehr kleinen Mengen» irrtümlich Bt10-Mais statt Bt11-Mais ausgeliefert. Bt11-Mais ist ein bewilligter gentechnisch veränderter Mais von Syngenta. Anders als Bt-10 weist er kein Antibiotikaresistenz-Gen auf.
Die US-Behörden verhängten am 8. April eine Busse von 375 000 Dollar. Zudem wurde Syngenta verpflichtet, eine Konferenz über die Einhaltung von Industriestandards zu finanzieren.