Montag, 23. Mai 2022
14.07.2021 17:56
Wetter

Regen und Hagel: Engpass beim Schweizer Gemüse

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Von: sda/blu

Die Unwetter mit Hagel und übermässigem Regen führen in der Gemüseversorgung der Schweiz zu einem Engpass. In der Schlechtwetterphase können die Gemüsebauern Pflanzen für die zweite Ernte nicht ausbringen oder ansäen. Zudem wuchs das Gemüse schlecht, wie der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) am Mittwoch meldet.

Die Böden sind durchnässt und können den Regen nicht mehr aufnehmen. Das Malaise tritt landesweit auf, wie der Verband berichtet. Auch wenn die Gewächshauskulturen am Trockenen sind, fehlt ihnen das Licht. Tomaten, Auberginen und Gurken wachsen langsamer, wodurch die Erntemengen tiefer ausfallen.

Auswirkungen bis kommenden Frühling

Beim Freilandgemüse sind bei einigen Gemüsearten Teil- bis Totalschäden zu verzeichnen. Die Kulturen stehen im Wasser und verfaulen. Gerade bei den Kohlarten wie Kabis, Blumenkohl und Broccoli und auch bei den Salaten führt das zu Problemen. Auch die Zucchetti sind von den starken Niederschlägen betroffen.

Die Auswirkungen werden bis im Frühling spürbar sein, schreiben die Gemüseproduzenten. Das Wetter erschwert die Produktion von Lagergemüse. Rüebli und Zwiebeln verzeichnen grosse Ausfälle. Die grössten Ausfälle gibt es wegen Hagels im Berner Seeland. Aber auch das Waadtland und andere Anbaugebiete sind betroffen.  In der Ostschweiz sind die Ausfälle gemäss Verband etwas geringer.

Preise dürften steigen

Zu allem Wetterübel kommt die Gefahr durch Unkraut und Schädlinge, weil die Kulturen nicht mit Maschinen befahrbar sind. So ist der Pflanzenschutz eingeschränkt. Die mechanische Unkrautbekämpfung  mit Hackgeräten könne nicht ausgeführt werden, so der VSGP. Aufgrund der nassen Witterung ist das Anpflanzen und Säen eingeschränkt.

Die Schweizer Gemüsebauern können deshalb den Markt teilweise nicht mit einheimischer Ware beliefern. Dadurch steigen die Importe. Das wiederum dürfte gemäss dem Verband Auswirkungen auf den Preis von Schweizer Gemüse haben. Die Richtpreise zwischen Produzenten und Händlern sind demnach bereits angestiegen. Der Detailhandel dürfte das auf die Kunden überwälzen.

Was sorgte für Schäden an Kulturen?
Regen
21%
69
Hagel
8%
25
Wind
1%
4
Regen und Hagel
20%
66
Hagel und Wind
1%
4
Wind und Regen
11%
37
Regen, Hagel und Wind zusammen
27%
89
Kulturen nicht betroffen
11%
38

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One Response

  1. Schon vor einigen Jahren konnten die CH-Bauern wetterbedingt zu weinig Zwiebeln produzieren.
    Damals wurde die fehlende Menge aus Tasmanien (Australien) importiert. Diese waren für den Konsumenten im Laden nicht teurer als CH-Zwiebeln in normalen Jahren……..

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