Donnerstag, 25. Februar 2021
19.09.2013 07:17
AP 2017

Auch wegen AP 2017 schafft BLW 10,5 neue Stellen

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Von: Anja Tschannen

Auch wegen AP 2017 schafft BLW 10,5 neue StellenDie neue Agrarpolitik 2014–2017 (AP 2017) führt im Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zu mehr Arbeit. Nicht nur der Personalaufwand steigt nächstes Jahr. Auch die Kontrollen im Pflanzenschutzbereich nehmen zu.

Der Personalaufwand im BLW wird mit der Umsetzung der AP 2017 im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr auf  1,2 Millionen Franken steigen.  Dies bestätigte Thomas Meier vom BLW auf Anfrage des «Schweizer Bauer». Die Umsetzung der neuen Agrarpolitik im nächsten Jahr sei mit mehr Arbeit verbunden, begründet er.

Neue Stellen

Insgesamt werden 7 unbefristete und 3,5 befristete Stellen geschaffen. «Der Vollzug der neuen Direktzahlungsinstrumente benötigt drei zusätzliche unbefristete Stellen», so Meier.  Das Betreiben  und  die Weiterentwicklung der Agrarinformationssysteme  würden 3 weitere Stellen in Anspruch nehmen, wovon 1,5 Stellen als «befristet bis 2017» gelten. 

Diese sechs neuen  Arbeitsplätze würden  zur Hälfte haushaltsneutral zulasten des Kredits  «Direktzahlungen» finanziert werden.  Für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (SKEK)  kommen 2,5 unbefristete Stellen dazu. Deren Finanzierung erfolge ebenfalls haushaltsneutral, dieses Mal zulasten des Kredits «Pflanzen- und Tierzucht».  Zu guter Letzt  würden  2 befristete Stellen für die Pflanzenschutzkontrolle beim Import dazukommen,  welche durch zusätzliche Gebühreneinnahmen  finanziert würden.  

Mehr Kontrollen

Die Erhöhung der Pflanzenschutzgebühren ab 2014 zieht höhere Voranschläge in den  Ertragspositionen für Gebühren und Entgelte mit sich als im 2013.
Der höhere Kontrollaufwand im Pflanzenbereich habe zwei Gründe, erklärt Meier. Erstens würde die EU die Kontrolle von Transitware an ihrer Aussengrenze nicht systematisch vornehmen. Somit würden  diese Waren über einen EU-Mitgliedstaat in die Schweiz gelangen, ohne dass sie am Ersteintrittspunkt in der EU kontrolliert würden. «Bis zur Anpassung des Agrarabkommens führt diese Situation zu mehr Pflanzenschutzkontrollen bei der Einfuhr in die Schweiz», sagt Thomas Meier.

Risiko-Importe

Zweitens führe die Zunahme des globalen Handels zu  erhöhtem Direktimport in die Schweiz. Unter den Direktimporten würde sich viele pflanzenschutzpflichtige und risikobehaftete Ware aus Drittländern befinden.  Diese Tatsache erfordere ebenfalls mehr Kontrollen bei der Einfuhr.

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