21.05.2013 08:10
Quelle: schweizerbauer.ch - Anja Tschannen
Grauvieh
Schweizerische Grauvieh-Ausstellung 2013 - Grosses Zuschauerinteresse am Grauvieh
Über 500 Besucher kamen am Pfingstmontag ins Eriz BE, um über 70 Vertreter und Vertreterinnen des Grauviehs zu bewundern. Der Österreichische Richter ermutigte zum Zusammenschluss der verschiedenen Genossenschaften.

Mister- Grauvieh wurde der zweijährige Stier Kesch Kris von Walo und David Perreten aus Feutersoey gewählt. «Mit dem Stier kann man weiter züchten», betonte Richter Jakob Pentel aus Österreich. Kris besiegte den älteren Stier Artaus Alpensieger von Samuel Vogel aus Eggiwil, durch seine hervorragende Oberlinie und dem feineren Fuss, Alpensieger zeigte ein nicht ganz optimales Fundament. Auf dem dritten Rang platzierte sich Nordtirol Hubertus von Benjamin und Réne Fankhauser aus dem Eriz, der junge Stier habe ein super Fundament, könne sich aber in der Tiefe noch weiterentwickeln, begründete Pentel.

Mutter-Tochter-Duell

Beim Schöneuter- und Championnetitel der Melkkühe kam es zu einem Mutter-Tochter-Duell. Die beiden Tiere aus dem Stall von Franz Guntern aus Binn. Mutter Devis Heidi wies ihre Tochter Dinmark Hanny in die Schranken und holte sich beide Titel. «Schaut euch den feinen Fuss, das Euter die Obere Linie an. Sie ist eine würdige Siegerin!» so Pentel. Der Titel Miss Mutterkuh ging an Drellir Bianca von Daniel Eschler aus Boltigen. Bei der Wahl seien die Meinungen zwischen seinem Hilfsrichter, Peter Salzgeber, und ihm auseinandergegangen, kommentiert der Österreicher. Es handle sich um zwei tolle Mutterkühe mit ebenso tollen Kälbern, er möchte beide haben. Bianca sei die stärkere Kuh als die Zweitplatzierte  Sebu Enzian von Fränzi und Peter Germann- Grossen  aus Kandergrund, die ein Traum-Stierkalb bei Fuss habe.

Voluminöse Rindermiss

Unter den Rindern gab es einen Misstitel über die beiden Schläge Fleisch- und Milchrinder zu vergeben. Durchsetzten konnte sich schlussendlich das voluminöse Rind Artan Herta von Sara Schöpfer aus Schüpfheim, welches dem Mutterkuhschlag angehört. Auf dem guten zweiten Rang befand sich mit Dinmark Gaia von Franz Guntern aus Binn eine Vertreterin des Melkkuhschlages. Dominik Sabrina von Michael Saurer von Schwanden wurde mit dem Schönkopf-Titel gekürt.
«Die Gästezahl überstieg jegliche Erwartungen!», fasst Christin Kropf, OK-Mitglied, zusammen über 500 Besucher seien ins Innereriz gekommen um gut gepflegten  und dem Zuchtziel sehr nahe Grauviehtiere im Rind zu bewundern.

Zusammenschluss?

Über 70 Tiere aus den vier Genossenschaften Grauviehzuchtverein (GVZV), Genossenschaft der Grauviehzüchter (GdG), Grauvieh-Rassenclub (RC) und Mutterkuh Schweiz waren anwesend. Richter Pentel rief die Schweizer Genossenschaften auf sich zusammen zu tun um ein Einheitliches und starkes Auftreten gegen aussen zu haben.

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