14.04.2012 19:28
Quelle: schweizerbauer.ch - wpf
Gotthard Open 2012
Gotthard Open 2012: Gisler und Gisler jubeln zweimal
Thomas und Thomas Gisler aus Littenheid räumten am Gotthard Open am 14. April 2012 mit R.B. Nesta Judy-ET grossartig ab. Judy wird Schweizer Meisterin der Braunvieh-Erstmelkkühe und auch Schöneutersiegerin.

Die grossen Favoritinnen setzten sich am 9. Gotthard Open 2012 durch und belegten das Podest für sich. Der souveräne Richter Adi Arnold, Altdorf, machte R.B. Nesta Judy-ET von der Generationengemeinschaft  (GG) Thomas und Thomas Gisler, Littenheid TG, zur Champion und zur Schöneutersiegerin. «Der Champion hatte leichte Vorteile in der Voreuterverbundenheit, der oberen Linie und in den Fesseln», begründete der speditiv richtende Arnold seinen Entscheid zwischen der Champion und der Reserve-Champion. Nesta Judy verwies mit Steiner's Jolden Ashton von GS Alliance eine andere grosse Favoritin und Ausnahmekuh auf den Reservetitel. Eine Recherche bei zwei  im Publikum anwesenden Braunviehrichtern ergab,  dass diese genau gleich entschieden hätten.

Ashton war unter anderem Reserve-Junior-Champion im Dezember an der Swiss Classic. Nesta Judy ihrerseits war aber noch im Februar an der IGBS-Ausstellung bereits Junior-Champion und Schöneutersiegerin Junior. Ashton überzeugte einmal mehr mit ihren offenen Rippen und ihrer Kapazität.

Judy  auch Eutersiegerin

Dass der Sieg zwischen diesen beiden Ausnahmekühen ausgemacht würde und es dabei sehr eng sein dürfte, war spätestens nach der Schöneuterwahl klar. Judy gewann vor Glenn Glena aus dem Stall von Paul Kälin, Steinen. Beide Kühe überzeugten durch rundum perfekte Euter, wobei Judy den Euterboden noch etwas höher hatte als Glena und das Voreuter noch leicht besser in die Bauchwand verwachsen ist. Rang 3 in dieser Konkurrenz belegte Ashton. Ihr Topeuter besticht vor allem mit viel Breite und Drüsigkeit. In der Schöneuterwahl war zudem Gisler's Zenit Ultra, die zweite bekannte und auch in dieser Schausaison sehr erfolgreiche Kuh aus dem Stall von GG Thomas Gisler. So war Ultra an der IGBS-Ausstellung Reserve-Junior-Champion und stand dort als Reserve-Eutersiegerin hinter Stallgefährtin Judy.

Der Betrieb Thomas Gisler tritt seit Jahrzehnten immer wieder auch an nationalen  Schauen positiv in Erscheinung und ist eine feste Grösse. Nach einem BSE-Fall musste dazumal der ganze Viehbestand abgetan werden, und es folgten Jahre des Aufbaus. Die Erfolge stellen sich inzwischen immer mehr ein.  Jedoch eine solche Saison mit derart vielen Titeln und einer derartigen Medienpräsenz kannte der Betrieb bisher noch nicht.  Thomas Gisler ist nun in aller Munde, und es ist logisch, dass es gar zu Verwechslungen mit den anderen Gisler-Zuchtbetrieben  von Bärti und Franzheiri Gisler oder mit Gislers von GS Alliance aus dem Urnerland kommt. Zwar stammt Thomas Gisler auch aus Uri (Heimatort Isenthal) ist aber nicht verwandt mit den beiden anderen Schausieger-Betrieben.

Allemann wieder top

Die grossgewachsene und milchbetonte Tau Rika von Peter Allemann, Untervaz, erhielt verdient die Ehrenerwähnung. So war der Untervazer einmal mehr bester Bündner. Ebenfalls in der Championwahl vertreten war mit  Wendelin Casutt, Falera, ein anderer Topzüchter aus dem Bündnerland. Mit der immer besser werdenden Wendelins Lampert Dana schnupperte Casutt am Podest. Auch im Final vertreten war Reserve-Eutersiegerin Pius Schuler’s Glenn Glena von Paul Kälin, Steinen, und Pedrini Top TI Julen Tiffany von Giuseppe Fontana, Prato (Leventina).

Das Gotthard Open konnte  auf der ganzen Linie sehr überzeugen. Von der Qualität her waren die Spitzentieren noch nie auf derart hohem Niveau.  Mit rund 150 Stück Erstmelken seien noch nie derart viele Kühe am Start der inoffiziellen Schweizer Meisterschaft gewesen, meinte OK-Präsident Ezio Pedrini, Airolo.

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