29.11.2014 11:46
Quelle: schweizerbauer.ch - Stephan Schmidlin
Reform
Zwei neue Flaggschiffe von Reform
Dass die Agrama für die Bergmechanisierung speziell wichtig ist, zeigt der österreichische Hersteller Reform. So präsentiert der Bergtechnikspezialist gleich zwei wichtige Neuheiten.

Exakt zur Agrama hat der österreichische Bergtechnikspezialist zwei neue Modelle vorgestellt. Konkret handelt es sich um einen neuen Transporter und um einen neuen Zweiachsmäher. Beide Modelle sind die neuen Flaggschiffe in ihrem Segment bei Reform.

Jetzt stufenlos

Nachdem bereits 2012 der Hauptmitbewerber Aebi einen neuen stufenlosen Transporter vorgestellt hat, zieht nun Reform nach und präsentiert ebenfalls ein solches Modell. Er lautet auf den Namen Reform T10 X Hybridshift. Doch geht Reform mit diesem Modell grundsätzlich andere Wege. Reform sagt in seiner Pressemitteilung, er sei das Beste aus zwei Welten. Damit  meinen die österreichischen Bergspezialisten, dass mit dem Hybridshift zwei Technologien miteinander kombiniert werden konnten.

In diesem Falle wurde der mechanische mit dem stufenlosen hydrostatischen Fahrantrieb vereint. Das Fahrzeug beruht auf der Plattform des Reform Muli T10 X, allerdings mit einem  neuen, hydromechanischen Fahrantrieb.  Somit fährt der neue Muli bei langsamen Arbeiten wie Futterladen oder Mistzetten mit einem vollhydrostatischen Antrieb. Da dieser aber bei der schnellen Strassenfahrt nicht sehr effizient wäre, hat sich Reform entschieden, das bekannte mechanische Getriebe beizubehalten und für Transportarbeiten die Traktion rein mechanisch zu übertragen.  Der Fahrantrieb ist in dieser Variante einzigartig, da mechanischer und hydrostatischer Antrieb unabhängig voneinander betrieben werden können.

Weitere Merkmale

Dieser neue Fahrantrieb eröffnet Reform komplett neue Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund hat Reform den neuen Muli noch in anderen Bereichen überarbeitet. Dazu gehören zum Beispiel eine Armlehne mit integriertem, aktiven Joystick samt den wichtigsten Hydraulikfunktionen, Fahrtrichtungswechsel im Arbeitsmodus, Wechsel der Lenkungsarten, PTO-Modus und Tempomat-Funktion. Ebenfalls dazu wurde ein neues Display zentral in der Fahrerkabine positioniert. Dieses ist sowohl bei Tag wie in der Nacht bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gut einsehbar, auf einem Kugelgelenk gelagert und mit klarer eindeutiger Symbolik versehen. Angetrieben wird der neue Muli vom bekannten Vierzylindermotor von VM. Er hat einen Hubraum von 3 Liter und leistet 80 kW/109 PS.

Neuer Zweiachsmäher

Neben dem neuen Muli hat Reform auch gleich noch ein neues Flaggschiff bei den Metracs vorgestellt. Das neue Spitzenmodell ist mit einem  81,5 PS-Turbomotor ausgestattet. Der Motor verfügt über die neueste Common-Rail-Technik, Ladeluftkühler, Dieselpartikelfilter und eine gekühlte Abgasrückführung – all dies zur Erreichung der Abgasstufe 3B. Mit 340 Nm soll das hohe Drehmoment schon bei niedriger Drehzahl und über einen breiten Drehzahlbereich für beste Kraftreserven sorgen. Die Motorenumstellung hat Anpassungen diverser Komponenten gefordert.

Trotzdem konnten die kompakten Abmessungen beibehalten werden. Auch die  Einbausituation von Motor und Kühler blieb unverändert. Die Positionierung des Kühlers hinter dem Motor sorgt dafür,  dass die Motorwärme entweichen kann und kein Hitzestau erfolgt. Apropos Hitzestau: Die neue Klimaanlage beim Metrac H8 X verspricht ein angenehmes Betriebsklima. Mit einer Erhöhung von etwa 25% der Kälteleistung im Vergleich zur aktuellen Version kommt der Fahrer nicht mehr ins Schwitzen.

Verbesserte Bedienung

Eine neue Anzeigeeinheit mit vergrössertem Display und neuer Farbgestaltung gewährleistet eine verbesserte Ablesbarkeit, vor allem bei schlechtem Licht. Zudem wurde die Bedienung wesentlich ergonomischer, und auch zusätzliche Parameter sind ablesbar wie zum Beispiel Flächenangaben, Tageshektar bzw. Gesamthektar. Der Allradantrieb wird elektro-hydraulisch zu- oder ausgeschaltet.
Im hinteren Bereich der Kabine wurde eine Kabeldurchführung realisiert. Kabel für zusätzliche Steuerelemente für das Anbaugerät können somit einfach in den Innenraum der Kabine gelegt werden.

Neu beim Metrac H8 X ist die Umschaltmöglichkeit der Zapfwellengeschwindigkeiten von 540 und 1000 U/min  front- als auch heckseitig. Mit Zapfwellendrehrichtungen nach rechts in Fahrrichtung gesehen, können bereits vorhandene Anbaugeräte von Standardtraktoren ohne notwendigen Umbau weiter verwendet werden.

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