25.03.2014 08:39
Quelle: schweizerbauer.ch - age
Ackerbautechnik
Europäische Landmaschinenhersteller mit aktueller Geschäftslage zufrieden
Die europäischen Hersteller von Geräten für die Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung und den Pflanzenschutz haben im letzten Jahr ein Marktvolumen von rund 3,6 Milliarden Euro erzielt. Das ist etwas mehr als ein Jahr zuvor.

"Für die Unternehmen ist es in diesem Jahr noch einmal möglich, an die gute Nachfrage der vergangenen drei Jahre anzuknüpfen", so Gerd Wiesendorfer, Koordinator der drei betreffenden Produktgruppen beim europäischen Dachverband der Landtechnik-Industrie (CEMA), vergangene Woche in einer Presseinformation zur aktuellen Einschätzung der Industrie.

Leicht mehr Umsatz

Das Marktvolumen für Bodenbearbeitungsgeräte, Sämaschinen, Düngerstreuer und Pflanzenschutzgeräte habe in der Europäischen Union im Jahr 2013 nach ersten Schätzungen etwa 3,6 Mrd Euro betragen, verglichen mit 3,3 Mrd Euro im Vorjahr. Für 2014 werde ein stabiler Umsatz erwartet, so Wiesendorfer.

Wie die CEMA im Rückblick auf die Mitte März auf Einladung der Firma Väderstad in Schweden stattgefundene Sitzung ergänzend berichtete, standen neben der Erörterung der europäischen Marktlage Vorgaben aus der Gesetzgebung sowie technische Trends und Anforderungen für die Maschinen im Vordergrund.

Mehr Geschwindigkeit möglich

Die geforderte Ausstattung der Maschinen werde dabei bezogen auf die Region und die Kunden zunehmend differenzierter, so dass die Hersteller mittlerweile eine grosse Bandbreite an Ausstattungsvarianten bereithielten. Wiesendorfer wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass das generelle Technologieniveau dennoch rasant steige, so dass neben der Präzision mittels des Globalen Positionierungssystems (GPS) und der Teilflächenbewirtschaftung auch höhere Arbeitsgeschwindigkeiten möglich würden.

Wahl der CEMA-Vorsitzenden

Die Produktgruppen Bodenbearbeitungsgeräte, Pflanzenschutzgerätehersteller sowie Sä- und Düngetechnik im europäischen Dachverband der Landtechnik-Industrie (CEMA) haben in turnusgemässen Wahlen ihre Vorsitzenden für die kommenden drei Jahre gewählt.

Die Produktgruppe Bodenbearbeitungsgeräte wird weiterhin vom Schweizer Rolf Schneider geführt. Schneider ist bei der französischen Firma Kuhn S.A. in Saverne tätig. Für die Gruppe der Pflanzenschutzgerätehersteller wurde ebenfalls der bisherige Vorsitzende, Dirk  Hollinderbäumer von der deutschen Lemken GmbH & Co. KG, einstimmig wiedergewählt. Einen Wechsel an der Spitze gab es bei der Produktgruppe Sä- und Düngetechnik; sie wird künftig von Massimo Bergo vom italienischen Unternehmen Maschio Gaspardo S.p.A geführt. Der bisherige Vorsitzende dieser Gruppe, Jochen Samulowitz von der Kverneland Group Soest GmbH mit Sitz in Deutschland, stand nach zwei Amtszeiten satzungsgemäss nicht mehr zur Wiederwahl.

Die Produktgruppen bilden laut CEMA den Zusammenschluss der führenden europäischen Hersteller in den Bereichen Ackerbau sowie Traktoren und Mähdrescher. Das hauptsächliche Augenmerk werde auf die gemeinsame Bewertung des Marktes auf der Basis eigener Statistiken gelegt. Derzeit seien insgesamt 22 Unternehmen aus neun europäischen Ländern Mitglied der Produktgruppen im Bereich Ackerbau. Voraussetzung für eine Teilnahme ist der CEMA zufolge die Mitgliedschaft in einem nationalen Branchenverband, der dem europäischen Dachverband angehört.

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