17.11.2019 13:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Grosse Traktoren weiterhin gefragt
Im Einklang mit dem Trend zu grösseren Arbeitsbreiten dürfte auch der Trend zu grösseren und leistungsstärkeren Traktoren anhalten.

Davon zeigten sich zumindest 35 % der Befragten bei einer vom Fachbereich Max-Eyth- Gesellschaft Agrartechnik (MEG) beim Verband Deutscher Ingenieure (VDI) durchgeführten Mitgliederbefragung überzeugt. Fast 40 % der Befragten könnten sich vorstellen, dass autonom fahrende Traktoren in Zukunft die Felder bewirtschafteten, stellte der VDI-MEG vergangene Wochemit Blick auf die Umfrageergebnisse fest.

Weniger optimistisch gaben sich die Befragten im Hinblick auf den perspektivischen Einsatz kleiner autonomer Feldroboter und sogenannter Feldschwärme als Ersatz für Traktor-Geräte- Kombinationen bei Dünge- und Pflegearbeiten auf dem Feld; dies konnten sich 18%der Befragten vorstellen. Für den diesel-elektrischen Antrieb von Traktoren inklusive elektrischem Antrieb der Geräte war das für etwa ein Drittel der Befragten der Fall.

Die mit Abstand grösste Zustimmung, nämlich mehr als 90%, habe es darüber hinaus bei der Forderung nach verstärkter herstellerübergreifender Kooperation gegeben, um in Zukunft eine reibungslose Datenkommunikation zu gewährleisten, erklärte der VDI-MEGVorsitzende Prof. Peter Pickel. Die Datenkommunikation hat auch nachAnsicht des Vizepräsidenten und Vorsitzenden des Fachzentrums Landwirtschaft der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Philipp Schulze Esking, einen hohen Stellenwert.

Ziel müsse es dabei sein, dass der Landwirt wenige und übersichtliche Installationen in der Fahrerkabine unterbringen und bedienen könne. Eine solche Funktionalität und Konnektivität könne die wachsenden Herausforderungen in der Dokumentation unterstützen.

Dokumentierte Daten über pflanzenbauliche Massnahmen sollten anbieterunabhängig in solchen Formaten übermittelt werden können, fordert Schulze Esking. Er warnte aber auch vor zu vielen technologischen Neuerungen.

Die Elektrifizierung im Traktor werde durch die grossen Entwicklungen in der Digitalisierung stark vorangetrieben. Dabei entstünden teils abstrakte Ansammlungen von mehreren Bedienterminals in einer Schlepperkabine, die weder den Fahrkomfort, noch die Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit förderten, gab Schulze Esking zu bedenken. Dies könne auch zu einem Sicherheitsproblem werden. 

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