4.02.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Italien
Italien gegen Bär und Wolf
Rückendeckung der Zentralregierung in Rom für Massnahmen gegen grosse Raubtiere wie Wölfe und Bären fordern die italienischen Alpenregionen.

Man werde das Umweltministerium um Zustimmung zu einem gemeinsam erarbeiteten Managementplan ersuchen, „der an die Gegebenheiten angepasst ist, in denen sich insbesondere Wölfe ausbreiten“, hiess es nach einem Treffen von Vertretern Südtirols und des Trentino sowie der Regionen Venetien, Lombardei, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien und dem Aostatal vergangene Woche.

Die Regionen sind den Angaben zufolge bereit, selbst Verantwortung für „die notwendigen Massnahmen“ zu übernehmen. Niemand stelle den Wert der biologischen Vielfalt der Berge und Alpengebiete oder die Notwendigkeit zur Einhaltung der europäischen Vorschriften in Frage. Angesichts einer grossen Anzahl von Wölfen und Bären gelte es jedoch, die Sicherheit der Bevölkerung zu garantieren, betonten die Teilnehmer des Treffens.

Sie verwiesen zudem auf wachsende wirtschaftliche Schäden, die von grossen Beutegreifern verursacht würden. Wiederholte Angriffe von Bären und Wölfen, auch in der Nähe bewohnter oder von Touristen besuchter Gebiete, beeinträchtigten die Bewirtschaftung von Almen und drohten damit, nachhaltige Schäden in der Landschaft zu verursachen. Gemeinsame Massnahmen zum Schutz vor Bären und Wölfen, aber auch zur Entnahme von Tieren seien daher dringend notwendig. 

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