Freitag, 27. Mai 2022
25.12.2021 14:25
Essen

Ein fast vergessener Schatz

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Von: wyr

Aus Biestmilch lassen sich wunderbar schmeckende Gerichte kochen und backen. Das Biestbrot von der vierten Melkung nach dem Abkalben schmeckt besonders gut, etwas süss und ist sehr nahrhaft.

Die Natur ist perfekt eingerichtet. Kurz nach der Geburt tritt Biestmilch oder auch Kolostralmilch, Kolostrum oder Erstmilch aus, welche mit vielen wichtigen Inhaltsstoffen ausgestattet ist. Etwas derart Gesundes sollte wertgeschätzt werden.

Denn jene Menge, welche nicht an die Jungmannschaft im Stall verabreicht wird, kann wunderbar in der Küche verarbeitet werden. Es ist aber nicht einfach, Rezepte im Internet zu finden. Auch ein Besuch auf der sonst so bewährten Plattform swissmilk.ch und deren persönlichen Anfrage war umsonst. In alten Kochbüchern gibt es das eine oder andere. Jedoch sind Rezepte rund ums Verarbeiten von Biestmilch sehr rar.

Und so führte letztendlich die altbewährte Methode, nämlich das Führen von Gesprächen, zum Erfolg. Es geht doch nichts über Mütter und Grossmütter. Deren Erfahrung und früh gelernte Wertschätzung im Umgang mit Lebensmitteln sollten weitergegeben werden.

Wie beispielsweise das feine Biestbrot. Dafür werden 1 Kilogramm Weiss- oder Halbweissmehl, 40 Gramm Hefe, 7 dl Biestmilch , ideal von der vierten Melkung –, 200 Gramm Zucker, 40 Gramm Salz, 150 Gramm weiche Butter sowie ein Ei zum Bestreichen benötigt.

Und so wirds gemacht: Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Hefe zerbröckeln und in einem Teil der Biestmilch zergehen lassen. Den Rest der Biestmilch leicht erwärmen, Butter dazurühren und zum Rest dazugeben. Nach Belieben Rosinen oder Sultaninen daruntermengen. Danach zu einem weichen, glatten Teig kneten. Teig zugedeckt bei Raumtemperatur ums Doppelte aufgehen lassen. Zwei bis drei Brote formen und nochmals aufgehen lassen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 45 bis 60 Minuten backen. «E Guete.»

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