Dienstag, 31. Januar 2023
25.12.2022 11:55
Voting

Agro-Star: Jetzt für Favoritin voten

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: suk

Mit dem Agro-Star Suisse wird jedes Jahr eine Persönlichkeit geehrt, die sich für die Schweizer Landwirtschaft eingesetzt hat. Wer nominiert ist, lest Ihr hier. Das Voting ist beendet. Vielen Dank für Eure Teilnahme.

Dieses Jahr wird zum 17. Mal der Agro-Star Suisse gekürt. Mit der Auszeichnung soll eine Persönlichkeit geehrt werden, die sich auf besondere Weise für die Schweizer Landwirtschaft engagiert hat. Nominiert sind sechs Personen.

Preise gewinnen

Ihr könnt bis am 26. Dezember 2022 Eurer Favoritin oder Eurem Favoriten die Stimmen geben. Unter den Teilnehmenden verlosen wir 2× 1000 Franken und 25 Gratiseintritte für die Tier&Technik. Die drei Nominierten, die die meisten Stimmen erhalten, werden im «Schweizer Bauer» anschliessend der Fachjury präsentiert.

Die Bekanntgabe des Preisträgers oder der Preisträgerin Agro-Star Suisse erfolgt im Januar 2023. Die Übergabe des Preises findet im Rahmen der Eröffnungsfeier der Tier&Technik  am 23. Februar in St. Gallen statt.   

Die Nominierten

Adrian Wenger

Adrian Wenger wurde durch seine Posts auf Instagram und durch eine Engelbert-Strauss-Kampagne schweizweit bekannt. Er leistet über Social Media Aufklärungsarbeit.
zvg

Adrian Wenger (*1996) ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat eine Ausbildung als Landwirt absolviert und anschliessend eine Weiterbildung zum Agrotechniker HF. Der angehende Betriebsleiter führt gemeinsam mit seinen Eltern einen Milchwirtschaftsbetrieb und betreibt dazu Ackerbau. 2018 erstellte er den Instragram Account mit dem Namen «wengerfarms», mit dem Ziel, der Schweizer Bevölkerung die Landwirtschaft näherzubringen. «Besonders Personen, die keinen Bezug zur Landwirtschaft haben, möchte ich einen Einblick in die täglich anfallenden Arbeiten geben und sie dazu animieren, im Alltag Schweizer Produkte zu kaufen und bestenfalls direkt bei Landwirten einzukaufen», sagt Wenger.

Inzwischen hat sein Instagram Account 12’000 Follower. Im Frühling 2019 entschied er sich, eine Kultur anzupflanzen, welche bis anhin in der Schweiz kaum anzutreffen war, nämlich Quinoa. Seine Produkte vertreibt er über einen Onlineshop. Die anfallenden Arbeitsschritte teilt er laufend auf seinen Social-Media-Kanälen. «Diese Art von Aufklärungsarbeit geht weit über Social Media hinaus und ist wichtig», sagt Wenger. Im Jahr 2022 erhielt er den Innovationspreis Gantrisch und hatte einen Auftritt im Fernsehsender Sat.1 in der Schweizer Episode von «Landuf, landab». 2021 wurde er als Repräsentant der Schweizer Landwirtschaft von Engelbert Strauss für eine europaweite Kampagne engagiert. «Für mich ist es essenziell, dass sich unser Betrieb weiterentwickelt. Als junger innovativer Bauer bin ich offen, Neues auszuprobieren», sagt er

Anne Chenevard

Anne Chenevard ist Präsidentin der Genossenschaft Fairesuisse, die sich für einen fairen Milchpreis für Produzenten einsetzt. Auch Chenevard leistet viel Aufklärungsarbeit.
Bettina Kiener

Anne Chenevard (*1980) bewirtschaftet einen Familienbetrieb mit 43 Hektaren Land und 40 Milchkühen in Corcelles-le-Jorat nahe Lausanne. Sie ist Präsidentin der Milchgenossenschaft Fairesuisse und engagiert sich für eine umwelt- und tierfreundliche Lebensmittelproduktion mit hohen Produktionsstandards. «Das Engagement für Faireswiss ist mir sehr wichtig. Wir möchten den Konsumenten zeigen, was sie mit ihrem Handeln bewirken können. Indem wir über unsere Käufe nachdenken, können wir eine  starke, produktive, nachhaltige und familienorientierte Landwirtschaft  erhalten, die Arbeitsplätze und Mehrwert schafft», sagt sie.

Gemeinsam mit anderen Landwirten setzt sie sich für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft ein, die Arbeitsplätze und Wertschöpfung schafft und nachhaltig und produktiv ist. «Als Landwirtin und Milchproduzentin ist es mir wichtig, mir Gehör zu verschaffen, darum ist es wichtig, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.» Sie setzt sich ein für eine Landwirtschaft, die die Ernährung der Bevölkerung sicherstellen kann und den Bauernfamilien ein angemessenes Einkommen garantiert.

Carl Brandenburger

Carl Brandenburger war während  40 Jahren in der Ausbildung von Landwirtinnen und Landwirten tätig. Zudem engagierte er sich für Bildungszentrums in Georgien.
zvg

Carl Brandenburger (*1952) war während rund 40 Jahren Landwirtschaftslehrer und Mitglied der Geschäftsleitung des LBBZ Plantahof. Er unterrichtete Tierzucht und Tierhaltung und war Gründungsmitglied von diversen Züchtergruppierungen, zudem Vizepräsident von Braunvieh Schweiz und Vorstandsmitglied bei Swissgenetics. Während drei Jahren engagierte er sich in im Projektteam Swiss Agricultural School Caucasus, dessen Ziel der Aufbau eines landwirtschaftliches Bildungszentrums in Georgien nach dem Graubündner Vorbild Plantahof war. Dazu gehörte der Aufbau einer Schule und eines Gutsbetriebes mit einer Käserei.

Zudem wurde die Grundlage zum dualen Lernsystem nach Schweizer Modell eingeführt. «Das Schweizer Bildungssystem mit der dualen Ausbildung ist einmalig», sagt er.  Mithilfe von privaten Investoren konnte ein landwirtschaftliches Bildungsund Beratungszentrum aufgebaut werden. Heute steht in Sarkineti, Georgien, ein Schulhaus, ein Milchviehstall und eine Käserei. Zwei Jahrgänge konnten dort ihre praktische Ausbildung bereits abschliessen. 

Fritz Rothen

Fritz Rothen war Mitbegründer der Bauernorganisation IP-Suisse- Er leitete die Organisation während mehr als 30 Jahre und verschaffte dabei dem Käfer Zugang zu mehreren Detailhändlern.
Daniel Salzmann

Fritz Rothen (*1957) hat an der ETH Zürich Agronomie studiert und war zehn Jahre lang Landwirtschaftslehrer und Berater an der Rütti Zollikofen. Als Mitbegründer und Geschäftsführer war er von 1989 bis 2022 für IP-Suisse tätig und leistete einen massgeblichen Beitrag, IP-Suisse in den letzten 30 Jahren zur wichtigsten Labelorganisation mit über 18’000 Produzenten in der Schweiz zu machen.

Das «Marienkäfer»-Label findet sich heute bei Migros, Coop, Denner, Volg und zahlreichen weiteren Anbietern für Nahrungsmittel. Zur IP-SuisseVereinigung gehören heute eine Viehhandelsfirma, eine IT-Firma und eine Weichkäserei. Neben Betreuung und Weiterentwicklung der Labelproduktion handelt die IP-Suisse den Kauf, Verkauf und die Vorfinanzierung von 130’000 Tonnen Weizen pro Jahr selbstständig.

Lucas Casanova

Lucas Casanova hat während 30 Jahren massgeblich zur Weiterentwicklung von Braunvieh Schweiz beigetragen. 
zvg

Lucas Casanova (*1961) ist als Sohn eines Bergbauern auf einem Nebenerwerbsbetrieb aufgewachsen. Er studierte an der ETH Zürich Agronomie. Während rund 10 Jahren war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim damaligen Schweizer Braunviehzuchtverband tätig. Seit 2001 ist er Direktor von Braunvieh Schweiz. Neben diversen Mandaten war er während längerer Zeit im Verwaltungsrat von Suisselab und ist Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien im Bereich Rindviehzucht.

Während seiner Zeit als Direktor von Braunvieh Schweiz wurde die Organisation zu einem modernen Dienstleistungs-Unternehmen im Bereich Zucht und Herdenmanagement weiterentwickelt. «Da wir in einem schrumpfenden Sektor tätig sind, hat die Zusammenarbeit zwischen den Rinder- und KB-Organisationen massiv an Bedeutung gewonnen. Die Zusammenarbeit findet auf internationaler wie auch nationaler Ebene statt», sagt Casanova. In seiner Funktion als Verwaltungsratspräsident von Qualitas hat er einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Zusammenarbeit im Informatik-, Labor- und Forschungsbereich geleistet. «Die Milchproduzenten erbringen in einem schwierigen Umfeld tagtäglich bewundernswerte Leistungen für unser Land», sagt er

Migga Falett

Migga und Fredo Falett. Migga Falett ist erste Siegerin bei der Landfrauenküche. Sie trägt zum Erhalt alter Kochkünste bei.
SRF/Ueli Christoffel

Migga Falett (*1961) ist seit 40 Jahren Bergbäuerin und Wirtin einer kleinen, aber feinen Bergbeiz. Sie wurde 2007 zur erste Siegerin der SRF by de Lüt – Landfrauenküche gekürt und ist Swiss-Tavolata-Gastgeberin der ersten Stunde. Sie pflegt die Rezepte ihrer Oma und ihrer Ur-Oma aus dem Prättigau wie Bündner Gerstensuppe, Braten oder Pizokel, und leistet so einen wertvollen Beitrag zum Erhalt alter Kochkünste.

Ihre herzhafte Regionalküche kann seit einiger Zeit bei Swiss Tavolata genossen werden. Die Organisation bietet Auswärtsessen auf den Höfen der Landbäuerinnen an. Migga Falett engagiert sich im Bündner Bäuerinnenverband und im Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband.

Nun seid Ihr an der Reihe. Gebt Eurem Favoriten oder Eurer Favoritin die Stimme

Mehr zum Thema
Land & Leute

Petersilie ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr eine etwa 30 Zentimeter hohe Rosette aus gefiederten und dunkelgrünen Blättern ausbildet. Im zweiten Jahr sprießt im Juni ein 60 Zentimeter…

Land & Leute

Voller innerer Werte: Knollensellerie.pixabay Von aussen unscheinbar punktet der Knollensellerie mit inneren Werten: Der Küchenallrounder bringt als typisches Winterlagergemüse viele gesunde Inhaltsstoffe auf den Tisch. Der sogenannte Echte Sellerie gehört…

Land & Leute

85 erfolgreiche Absolventinnen der Berufsprüfung Bäuerin konnten den Fachausweis in Emfpang nehmen.zvg 85 Absolventinnen der Berufsprüfung Bäuerin mit Fachausweis konnten am vergangenen Samstag an einer Feier am Inforama Zollikofen BE…

Land & Leute

Schneebedeckte Wege werden zur Gefahr.Jürg Wenger Zehntausende Menschen stürzen jeden Winter wegen rutschiger Böden, vor allem wegen Eis und Schnee. Verschneite Trottoirs, vereiste Hauszugänge und ein nasser Boden im Eingang…

3 Responses

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE