Mittwoch, 7. Dezember 2022
19.11.2021 21:00
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Landfrauenküche: Eine Landfrau, die auf vielen Hochzeiten tanzt

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Von: tku

Langweilig wird es Sonja Vogt-Meyer aus Scherz im Kanton Aargau sicher nie. Sie kocht nicht nur bei der 15. Staffel der Fernsehsendung «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» mit, sondern ist auch noch Bäuerin, Bäckerin und Lehrerin.

Jede Landfrau ist anders und jede ist irgendwie interessant. Beim vollen Programm von Sonja Vogt-Meyer aus Scherz im Kanton Aargau wird es einem aber fast schwindelig. Die Landfrau tanzt auf vielen Hochzeiten, führt nicht nur mit ihrem Mann Daniel einen Ackerbaubetrieb, sondern backt einmal pro Woche im Holzofen Brot, das sie direkt vom Hof verkauft, unterrichtet Hauswirtschaft und realisierte auch noch diverse kreative Projekte.

So überrascht sie alle Landfrauen mit einem Serviettenring aus einem alten Silberlöffel, den sie selbst zurecht gehämmert hat. «Wer mich kennt, weiss, dass ich pingelig bin. Ich will, dass der Ring den anderen Kandidatinnen gefällt», erklärt Sonja Vogt-Meyer dazu. Den Ring können ihre Mitstreiterinnen dann auch als Armreif tragen.

Eine Perfektionistin im «Pfupf»

Perfektionismus zieht sich irgendwie durch die ganze Sendung. Wenn Sonja Vogt-Meyer etwas anpackt, dann macht sie es richtig. Dafür und weil sie «Pfupf» habe, liebe er sie, betont ihr Mann Daniel. Sowieso merkt man, dass sie ein eingespieltes Team sind. Vermutlich könnten sie ihren vollen Alltag sonst auch gar nicht stemmen. So harmonieren sie auch wunderbar beim Brotbacken mitten in der Nacht. «Einer allein könnte das gar nicht», sind sie sich einig.

Nachwuchsförderung in der Küche

In der Kochschule muss die Landfrau dann aber auch mal eine Fünfe gerade sein lassen, wenn die Schüler zum Beispiel das Fleisch etwas anbrennen lassen. Doch das nimmt Sonja Vogt-Meyer gelassen und lobt beim gemeinsamen Essen mit den Schülern dann auch ihre Kochkünste. So sieht eben Nachwuchsförderung aus.

Sonja Vogt-Meyer ist Lehrerin. Auf dem Hof kümmert sie sich um den Hofladen und backt Brote.
SRF

Hohe Erwartungen

An eine Hauswirtschaftslehrerin haben viele der Zuschauerinnen und Zuschauer dann auch vermutlich besonders hohe Ansprüche, was ihre Kochkünste anbelangt. Also ich bin sehr gespannt und muss sagen, dass die Landfrau meine Erwartungen sogar übertrifft. Ich finde ihr Menü sehr gelungen.

Süssmais und Federkohl

Aber fangen wir von vorne an. Zur Vorspeise kredenzt Sonja Vogt-Meyer den Landfrauen eine Süssmaissuppe mit Federkohlchips und Kräuter-Sträuseln. Nicht nur die feine, leicht süssliche Maissuppe, sondern auch die pikanten Federkohlchips kommen bei den anderen Frauen gut an.

Quitten, Polenta und Schweinsfilet

Zum Hauptgang gibt es dann Schweinsfilet-Medaillons mit Ofentrauben, Quittenschnitzen und Polenta. Auf die Polenta streut Sonja Vogt-Meyer zusätzlich ein paar gehackte Nüsse, die sie mit Zucker karamellisiert und mit Kümmel verfeinert hat. Letzterer wird nämlich in unserer Küche meist sehr stiefmütterlich behandelt und ich finde es sehr schön, dass die Köchin diesen Geschmack in ihr Gericht einbaut.

Ein Trübeli-Trio

Zum krönenden Abschluss serviert die Landfrau ihren Mitstreiterinnen ein Trübeli-Trio aus Johannisbeeren. Dazu gehört eine Johannisbeer-Glace, ein Schokoladenkuchen mit Beeren und eine Merengue auf einem Johannisbeerspiegel. Auch damit kann sie bei den anderen Kandidatinnen punkten.

Nichts «abverheit»

Nach dem Kochen zeigt sich Sonja Vogt-Meyer dann auch sehr erleichtert. «Es ist uns nichts abverheit», stellt sie zufrieden fest. Gute Planung, Organisation und etwas Fachwissen sind offenbar auch ein Garant für ein gelungenes Landfrauenessen.

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2 Responses

  1. Finde die Sendung sehr gut, dass soviele Bäerinnen mit verschiedenen Ausbildungen und Möglichkeiten teilnehmen! Der Alltag und die Arbeiten auf dem Bauernhof hat sich auch gewandwlt wie bei den anderen Haushalten auch. Man kann ja trotzdem alte Traditionen beibehalten.Es braucht etwas Mut all dies aufzuzeigen, denn Kritik wird es immer geben. Für mich stimmt diese Sendung!!! ( war selber Bäuerin 82J. Geniesse den Ruhestand auf dem Hof im Stöckli.

  2. War eine tolle Sendung! Habe viele Jahre in Lupfig gewohnt und ab und zu Brot bei der Familie Vogt gekauft! Wohne in Spanien und freue mich immer auf den Freitagabend wenn es heisst „Landfrauächuchi“
    Allen Teilnehmerinnen ein grosses Lob!

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