Sonntag, 23. Januar 2022
03.12.2021 21:00
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Landfrauenküche: Keine kocht so regional wie Maja Tappolet

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Von: tku

Maja Tappolet aus Wilchingen im Kanton Schaffhausen punktet bei der 15. Staffel der Fernsehsendung «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» mit der Liebe zur Heimat und deren Produkte und Spezialitäten.

Langsam neigt sich die 15. Staffel der Landfrauenküche bereits wieder dem Ende zu. Maja Tappolet aus Wilchingen im Kanton Schaffhausen ist bereits die zweitletzte Landfrau, die in dieser Staffel den Kochlöffel schwingt. Umso schöner ist es für die Zuschauer, dass sie das zwar einerseits voller Leidenschaft tut, aber dabei gleichzeitig so herrlich entspannt und locker bleibt. Kochen sei ihre grosse Leidenschaft und sie probiere immer wieder gerne neue Rezepte aus, betont die Landfrau.

Siebenfache Mutter

Dass Maja Tappolet überhaupt Zeit findet, um immer wieder neue Rezepte zu testen, ist eigentlich erstaunlich. Denn sie führt nicht nur mit ihrem Mann zusammen einen Bio-Betrieb mit Spezialisierung auf Ackerbau und einen Hofladen, sondern ist auch noch Mutter von sieben Kindern. Vielleicht wirkt bei Tappolets aber gerade deshalb alles so leicht und locker. Denn in dieser Familie packen alle mit an und unterstützen einander – egal ob das nun am Verpflegungsstand beim Wilchinger Herbstfest oder beim Kürbisernte auf dem Feld ist.

Regional und saisonal

Obwohl sich Maja Tappolet nach eigener Aussage lange als Lehrerin, die einen Bauern geheiratet hat, sah, scheint sie mittlerweile mit ganzem Herzen zur Landfrau und Bäuerin geworden zu sein. Sie schwärmt immer wieder von den Produkten aus der Region und verwendet diese dann auch in ihrem Menu. Das ist auch der Grund, warum mir ihr Essen besonders gut gefällt. Es ist explizit regional und saisonal, irgendwie unkompliziert und dennoch mit Pfiff.

Zweierlei Linsen

Doch alles der Reihe nach. Zur Vorspeise serviert die Köchin ihren Mitstreiterinnen einen bunten Blattsalat mit zweierlei Linsen. Die Linsen versteckt sie einerseits in einer Teigtasche, anderseits gibt es sie auch noch als Salat. Das Ganze serviert Maja Tappolet auf wunderschönen, alten Tellern mit Goldrand. Während das Essen geschmacklich gut ankommt, bemängelt Sonja Vogt-Meyer, dass es zu viel auf kleinem Raum auf dem Teller gehabt habe. Ich persönlich werde manchmal richtig kribbelig, wenn die Landfrauen stundenlang an einem Teller herumtüfteln und Sachen akribisch genau platzieren. Genau dieses Unaufgeregte von Maja Tappolet ist für mich als Zuschauerin richtig entspannend.

Endlich einmal Emmer

Zum Hauptgang kocht Maja Tappolet dann ein Fleischpäckli mit Emmer-Spätzli und Lauch-Cannelloni. Ich muss gestehen, dass mir in dieser Staffel der Fokus auf unsere einheimischen Produkte etwas gefehlt hat. Umso mehr freut es mich, dass Maja Tappolet mit Emmer kocht, der leider viel zu wenig bekannt und vor allem auch viel zu wenig genutzt wird. Übrigens stammen auch die Linsen aus der Vorspeise von Tappolets Feldern und werden den beiden Vegetarierinnen Heidi Lutstorf und Judith Wicki als Fleischalternative in Form von Linsenbällchen auch nochmals beim Hauptgang serviert. Judith Wicki ist übrigens die Mutter von Deborah Stadelmann, die nochmals wegen ihrer Corona-Erkrankung ausfällt.

Eine Auszeichnung für die Köchin

Zum Abschluss kredenzt Maja Tappolet den Landfrauen einen Birnen-Streusel-Gratin mit Zimtparfait und Weinguetzli. Bei den Weinguetzli handelt es sich um eine Spezialität aus der Region – auch da bleibt die Köchin ihren Wurzeln treu und das ist schön. Und egal, ob sie gewinnt oder nicht, von mir erhält Maja Tappolet schon jetzt eine symbolische Auszeichnung dafür, dass sie die Produkte von ihrem Hof und aus ihrer Region so liebevoll in Szene gesetzt hat.

 

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