Donnerstag, 28. Oktober 2021
27.02.2020 08:43
Agrimesse

«Fläche verdoppelt»

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Von: dha

Die Familie Studer begleitet die Agrimesse nun bereits zum 20. Mal. Der «Schweizer Bauer» hat Messeleiter Christoph Studer gefragt, was sich in den 20 Jahren verändert habe oder immer noch Bestand habe.

«Schweizer Bauer»: Dieses Jahr findet die 20. Agrimesse statt. Was hat sich seit der ersten gegenüber der aktuellen Ausgabe besonders verändert?
Christoph Studer, Messeleiter: Die Anzahl Aussteller hat sich seit der ersten Agrimesse beinahe verdoppelt – heute sind es rund 200. Wir belegen in acht Hallen und auf dem Freigelände knapp 16’000 m2 und benutzen damit praktisch die ganze Fläche des Thun-Expo-Areals. Dieses Gelände hat im letzten Jahr, nach 18 Jahren Agrimesse, eine neue Halle erhalten, welche den bisherigen Zeltbau im Freigelände ersetzt. Ebenso haben wir im 2019 eine neue Eingangshalle präsentiert, welche den Eingangsbereich aufwertet. Diese neuen Konstruktionen passen hervorragend ins Messegelände zu den bereits bestehenden Gebäuden.

Gab es noch weitere Veränderungen?
Natürlich haben sich die Produkte und die Dienstleistungen der Aussteller den Bedürfnissen am Markt im Laufe der Jahre angepasst. Da gab es in dieser grossen Zeitspanne riesige Entwicklungen und Fortschritte – beispielsweise, was die Technologien und natürlich die Digitalisierung in der gesamten Landwirtschaft betrifft. Mit jeder Agrimesse sind wir an Erfahrung gewachsen. Wir verbessern und optimieren laufend, um den Ausstellern und Besuchern eine attraktive Plattform für die Schweizer Landwirtschaft zu bieten. 

Gibt es Dinge, die immer noch gleich sind?
Von Anfang an hat sich die SAV (Schweizerische Agrotechnische Vereinigung) für ihre Mitglieder eingesetzt und deshalb im Jahr 2000 entschieden, eine neue Messe aufzubauen – die Agrimesse war geboren und hat mit Thun den perfekten Standort gefunden. Der Schwerpunkt Berglandwirtschaft stand bei uns schon immer im Vordergrund. Die Agrimesse findet immer Ende Februar, bzw. Anfang März statt und dauert vier Tage.

Was macht die Agrimesse aus?
Das Fachpublikum freut sich seit Jahren, Spannendes und Innovatives an der Agrimesse entdecken zu können. Ebenso wichtig ist der persönliche Austausch zwischen Profis und das Beisammensein. Die vier Messetage sind zum Treffpunkt für alle landwirtschaftlich Interessierten geworden und haben rasch einen fixen Platz im Kalender gefunden. Stolz können wir sagen, dass eine Vielzahl von Ausstellern aus den ersten Jahren noch heute dabei sind. Wir haben die Preise für die Ausstellungsfläche und die günstigen Eintritte in den letzten 20 Jahren nie erhöht. Das und weitere Besonderheiten wie Gratis-Parkplätze, ein kostenloser Shuttle-Bus zum Messegelände und das hervorragende Verpflegungsangebot sind seit vielen Jahren beliebt. Die Agrimesse setzt auf den starken persönlichen Kontakt mit allen Beteiligten, auf schlanke Strukturen und Professionalität. Sehr erwähnenswert ist auch, dass in der Messekommission fünf von sieben Personen seit 20 Jahren dabei sind.

Was sind heute gefragte Produkte und Dienstleistungen an der Agrimesse?
Einzelne Produkte oder Dienstleistungen hervorzuheben, ist schwierig und nicht fair. Die Aussteller bieten, jeder in seinem Bereich, äusserst spannende Produkte an. Es ist sicher der Mix von verschiedensten Anbietern aus der ganzen Schweiz – für die Berglandwirtschaft und andere Betriebe –, der die Agrimesse attraktiv für die Besucher macht. Zudem haben wir mit dem Stall und der Tierschau einen weiteren Publikumsmagneten.

Vervollständigen Sie die Sätze: Berglandwirtschaft ist …
… ein überaus wichtiger Teil der Schweizer Landwirtschaft – denn in teilweise schwierigen und anspruchsvollen Gebieten wird seit Jahrzehnten ein äusserst wertvoller Beitrag für die gesamte Bevölkerung geleistet.

Holz aus dem Oberland …
… ist eine kostbare Ressource, welche von Profis bewirtschaftet und weiterverarbeitet wird, damit das Holz regional und schweizweit in verschiedensten Formen genutzt und geschätzt werden kann. 

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