17.11.2017 08:55
Quelle: schweizerbauer.ch - dha
Agritechnica 2017
Wo Landtechnik zelebriert wird
Die Leserreise des «Schweizer Bauer» brachte mehr als 170 Personen an die Agritechnica in Hannover. Die enormen Dimensionen der Maschinen beeindruckte. Nicht zu vernachlässigen ist die Fülle der Neuheiten.

In der Schweiz bekannte und auch unbekannte Hersteller von Landmaschinen öffneten an der Agritechnica ihren Stand. Auf den Ständen der grossen Hersteller wurden die Maschinen meist imposant in Szene gesetzt und der Fan der entprechenden Felgenfarbe konnte sich am Fanshop direkt mit der passenden Jacke oder mit einem neuen Modellspielzeug eindecken.

Trends der Zeit

Die Fülle  der Neuheiten ist enorm und deshalb beschränken wir uns auf die grossen Trends. Immer mehr Schlepper, sogar schon ab 100 PS können ab Werk mit einem Lenksystem ausgestattet werden. Daneben ist ein klarer Trend zur automatisierten Aufzeichnung von Pflanzenbaulichen Massnahmen festzustellen.

Diverse Hersteller von Landmaschinen und EDV bzw. App-Anwendungen arbeiten zusammen Projekte aus, welche den bürokratischen Aufwand für den Landwirten verringern sollen. Somit befindet sich die Landwirtschaft bereits in einer fortgeschrittenen Phase der Digitalisierung.

Full Liner

Ein anderer Trend unter den Landmaschinenhersteller ist sicher das erreichen des sogenannten «Full Liner» Status. Bei diesem versuchen die Hersteller mit einer Prdukteerweiterung oder einem Zukauf einr Firma möglichst die ganze Palette von Landmaschinen aus einer Hand bieten zu können. Von der Bodenbearbeitung über die Pflege bis hin zur Ernte und naturlich auch mit einem eigenen Traktor.

Zurzeit ist das bekannteste Beispiel die Neuerungen im Produktprogramm von Fendt. Nach den Futterbaugeräten von Fella, gibt es neu auch die Lely Ladewagen und Pressen unter dem Markennamen von Fendt zu kaufen. Ab 2018 wird es sogar New Hollan Mähwerke zu kaufen geben. Diese stammen aus der Produktion von Kongkilde .

«Saving fuel»

Dieser Ausdruck bedeutet auf Deutsch Diesel sparen. Auch dieses Motto gehen viele Hersteller an. John Deere zum Beispiel bietet eine Verbrauchsgarantie für die Traktoren an. So zahlt der Hersteller Geld für jeden zu viel verbrauchten Liter Diesel zurück. Daneben zeigen New Holland bei einem Traktor  Methanantreib und Fendt mit batterie-elektrischem Antrieb, wie Traktoren aussehen ohne Dieselmotor.

Dass sich die Maschinen im grossen und ganzen aber nicht vergrössert haben seit der letzten Agritechnica, ist sicher  Schuld der Strassenverkehrsgesetze und des Bodenschutzes.  Jeder Hersteller hat seine Maschine opimiert und die Technik verbessert. Zusammen mit viel Intelligenz soll so die Schlagkraft und Arbeitsqualität erhöht werden.

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